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«Wir brauchen Streumunition»

Die Sicherheitskommission des Nationalrats will das internationale Verbot von Streumunition nicht ratifizieren. Linke Politiker sind entrüstet.

Claudia Blumer
Streumunition hat schon vielerorts grosse Schäden angerichtet. Unter anderem im Libanon, 2006: Inspektion einer abgeworfenen Streubombe in der Nähe der libanesischen Stadt Ouazaiyeh.
Streumunition hat schon vielerorts grosse Schäden angerichtet. Unter anderem im Libanon, 2006: Inspektion einer abgeworfenen Streubombe in der Nähe der libanesischen Stadt Ouazaiyeh.
Keystone
Roland Borer sieht in der Absage der Kommission den positiven Nebeneffekt, dass Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zum Abgang noch «eine Ohrfeige» erhalte.
Roland Borer sieht in der Absage der Kommission den positiven Nebeneffekt, dass Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zum Abgang noch «eine Ohrfeige» erhalte.
Keystone
Der Entscheid der Kommission sei unverständlich, sagt Chantal Galladé (SP, ZH), Vertreterin der Kommissionsminderheit. «Wir haben die Streumunition noch nie gebraucht.»
Der Entscheid der Kommission sei unverständlich, sagt Chantal Galladé (SP, ZH), Vertreterin der Kommissionsminderheit. «Wir haben die Streumunition noch nie gebraucht.»
Keystone
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Streumunition hat schon mehrfach grosse Schäden angerichtet: unter anderem im Irak (1991 und 2003), im ehemaligen Jugoslawien (1999) und im Libanon (2006). Auch im Libyen-Krieg wurden die umstrittenen Behälter, die viele kleine Munitionseinheiten enthalten und beispielsweise vom Flugzeug abgeworfen werden, wahrscheinlich eingesetzt.

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