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«Wir dürfen keine Wechselkursoperationen vornehmen»

Die Nationalbank hält in den aktuellen Wirren ihr Regelwerk für private Finanzgeschäfte der Mitarbeiter geheim. Doch 2006 machte Philipp Hildebrand interessante Aussagen.

Hoffnungsträger für die Nationalbank: Hildebrand posierte am 13. November 2006 in seinem Büro in Zürich.
Hoffnungsträger für die Nationalbank: Hildebrand posierte am 13. November 2006 in seinem Büro in Zürich.
Keystone

Seit Anfang 2010 ist Philipp Hildebrand Präsident der Nationalbank. Als Mitglied des Direktoriums äusserte er sich schon im September 2006 über Transparenz in der Chefetage – und betonte die Notwendigkeit strenger Vorschriften.

Das Interview mit dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» drehte sich zunächst um die allgemeine Wirtschaftslage, die Nachhaltigkeit der Schweizer Sozialwerke und Probleme bei der Aufsicht von Pensionskassen – zum Beispiel für den Fall von Parallelgeschäften. In diesem Zusammenhang sagte Hildebrand laut dem Interview, er halte Parallelgeschäfte eines Portfolio-Managers oder PK-Verwalters «für inakzeptabel».

Die Frage, wie er es mit der Transparenz im Direktorium der Nationalbank halte, beantwortete er wie folgt: «Als sich das Direktorium neu formierte, entschieden wir uns, unsere Vermögensverhältnisse offen zu legen. Nun legen wir einmal pro Jahr unsere Vermögensverhältnisse inklusive Steuererklärung unserem Auditor vor, dieser prüft die Angaben und liefert einen Bericht an den Bankratspräsidenten.»

Zur Nachfrage, was ihm nicht erlaubt sei, sagte der heutige Präsident der Nationalbank damals: «Da gibt es eine lange Liste: Wir dürfen etwa keine individuellen Bankaktien halten oder Wechselkursoperationen vornehmen. Falls wir Firmenaktion halten, ist dies nur über ein Vermögensverwaltungsmandat möglich.» Als er seine Stelle angetreten habe, so Hildebrand weiter, seien die Vorschriften «nicht mehr State of the Art» gewesen. Deshalb sei das Direktorium selbst aktiv geworden und habe sich «strengere Richtlinien auferlegt».

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