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«Wir finanzieren ja keine Kolonien»

«Vertrauen ist gut, aber Kontrollmechanismen sind ebenso wichtig»: Ueli Stürzinger (links) und Hugo Bruggmann auf dem Europaplatz in Bern. Fotos: Fabian Unternährer (13 Photo)

Sie beide waren zehn Jahre lang dafür verantwortlich, eine Milliarde Franken an Schweizer Steuergeldern in Osteuropa zu investieren. Was haben Sie über die dortigen Staatsapparate gelernt?

Die Beamten verhalten sich jetzt überkorrekt?

Welche Unterschiede haben Sie zwischen den einzelnen Ländern festgestellt?

«Es gehen Risse durch Europa. Das kann nicht im Interesse der Schweiz sein.»

Hugo Bruggmann

Sollte die Schweiz noch einmal eine Milliarde ausschütten, müsste man also zuerst einmal die Beamten in diesen Ländern ausbilden?

In Polen und Ungarn kamen während des Programms Nationalisten an die Macht. Haben die Regierungswechsel Ihre Arbeit beeinflusst?

Die Verringerung der Ungleichheit in Europa ist das grosse Ziel der Kohäsionsmilliarde. Das wurde weder von der EU noch der Schweiz erreicht.

Wie verhindern Sie, dass Empfänger im Osten nur noch auf Fördermittel aus dem Westen warten?

Man liest immer wieder, dass Gelder aus EU-Kohäsionsfonds veruntreut werden. Können solche Enthüllungen auch mal die Schweiz betreffen, oder waren unsere Kontrollen viel besser?

Können Sie sicher sein, dass Sie nie betrogen wurden?

Die Schweiz kontrolliert viel intensiver als die EU?

«Ich hörte oft: ‹Wenn ihr geht, suchen wir halt andere Geldgeber.›»

Ueli Stürzinger

Kann die EU punkto Kontrolle von der Schweiz lernen?

Als Schweizer sind Sie trotzdem immer die Geber und Kontrolleure. Wie vermeiden Sie, dass Sie im Osten oberlehrerhaft oder arrogant auftreten?

Vor der Kohäsionsmilliarden-Abstimmung vor zehn Jahren war die Aufregung gross, man sprach von «Tributzahlungen» an die EU. Danach wurde es plötzlich sehr still.

Es zeichnet sich ab, dass die Schweiz nochmals eine Milliarde in Osteuropa investieren wird. Was muss man in Runde zwei anders machen?

Nach zehn Jahren: Was bleibt in Erinnerung?