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«Wir suchen nicht den jungen Nerd, der im Keller Computer hackt»

Erstmals gibt der Cyber-Chef des Nachrichtendienstes ein Interview. Er sagt, wie oft die Schweiz angegriffen wird und wo er Mitarbeiter findet, die hacken können.

Daniel Foppa
Karikatur: Felix Schaad
Karikatur: Felix Schaad

Er ist der Mann, der für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) Cyberangriffe abwehrt – und seit dem Ja zum neuen Nachrichtendienstgesetz auch zum Gegenangriff übergehen kann. Wir treffen den Chef der Cyberabteilung des NDB am Sitz des Nachrichtendienstes in Bern, dem sogenannten Pentagon an der Papiermühlestrasse. Es ist das erste Mal, dass der Cyber-Chef ein Interview gibt – unter der Bedingung vollständiger Anonymität. Nachdem der Besucher beim Eingang Identitätskarte und Mobiltelefon deponiert hat, kann das Interview in einem unscheinbaren Büro der Geheimdienstzentrale beginnen. Das Gegenüber ist ein zuvorkommender Mann knapp über 40, der weder dem ­Klischee eines Agenten noch dem eines Computernerds entspricht. Früher in der Privatwirtschaft tätig, arbeitet der Mann laut eigenen Angaben «seit längerem» für den NDB. Unter dem wachsamen Auge der Kommunikationschefin antwortet der Cyber-Chef in der Regel ohne Umschweife – blockt aber sofort ab, wenn es um operative Details geht.

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