«Wir haben eine ähnliche politische Grundhaltung»

Esther Friedli will für die SVP in die St. Galler Regierung. Im Interview erzählt sie, welche Rolle ihr Partner Toni Brunner dabei spielt.

Haben die gleiche politische Einstellung: Esther Friedli mit ihrem Freund, SVP-Präsident Toni Brunner.

Haben die gleiche politische Einstellung: Esther Friedli mit ihrem Freund, SVP-Präsident Toni Brunner. Bild: Regina Kuehne/Keystone

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Frau Friedli, was sagt Toni Brunner zu Ihrer Kandidatur?
Er unterstützt meine Kandidatur für die Wahl in die St. Galler Kantonsregierung voll und ganz. Und er freut sich natürlich darüber. Den Entscheid zu kandidieren, habe ich jedoch selbst getroffen.

Aber hat er nicht den Ausschlag zur Entscheidung gegeben, für die SVP ins Rennen zu gehen?
Wir haben das natürlich zusammen diskutiert. Man muss so eine Kandidatur mit seinem nächsten persönlichen Umfeld besprechen. Alles andere wäre unseriös. Aber schliesslich wurde ich von der SVP angefragt und von keiner anderen Partei, deshalb hat sich die Option so ergeben. Mein Partner ist ja Mitglied des St. Galler Kantonalvorstandes, war also auch mitbeteiligt an der Lösungsfindung innerhalb der SVP.

Welche Rolle spielt denn Politik bei Ihnen zu Hause?
Wir sind beide politische Personen und Politik spielt eine wichtige Rolle. In unserem Privatleben hingegen steht vor allem unser Bauernhof mit den vielen Tieren im Zentrum. Unser persönliches Umfeld ist für uns sehr wichtig und spielt zuweilen eine grössere Rolle als Politik.

Und wenn es doch mal um solche Themen geht: Sind Sie dann immer gleicher Meinung?
Zwischen zwei Personen gibt es immer Diskussionen. Wir sind da nicht anders als andere Paare. Politisch haben wir aber eine ähnliche Haltung und bei ganz grundsätzlichen Themen teilen wir dieselbe Meinung.

Sie haben mit Ihrer Kommunikations- und Beratungsfirma den Nationalratswahlkampf für «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel gemacht. Wie können Sie davon für Ihren eigenen Wahlkampf profitieren?
Zwischen der Rolle als Wahlkampfleiterin hinter den Kulissen und derjenigen Person, die selbst im Fokus steht, gibt es grosse Unterschiede. Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung, auf die ich mich freue. Wahlkämpfe haben eine eigene Dynamik und wir versuchen, den frischen Wind meiner Kandidatur zu nutzen.

Erstellt: 02.03.2016, 16:30 Uhr

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