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«Wir lassen unsere Journalisten nicht fallen»

Das Bundesgericht will, dass eine BaZ-Journalistin den Namen eines Dealers nennt. Dies greift den Quellenschutz an, findet Unternehmensjurist Wagner. Die BaZ zieht nun vor den EU-Gerichtshof.

Zieht den Fall weiter nach Strassburg: BaZ-Anwalt Martin Wagner.
Zieht den Fall weiter nach Strassburg: BaZ-Anwalt Martin Wagner.
Mischa Christen

BaZ: Herr Wagner, das Bundesgericht hat eine BaZ-Journalistin dazu verurteilt, ihre Informationsquelle, den Namen eines Cannabis-Händlers, den sie porträtierte, dem Justizapparat auszuhändigen. Wie geht es der Journalistin?

Martin Wagner: Ich habe mit ihr telefoniert, sie ist natürlich schwerst verunsichert darüber, ob sie weiterhin Hintergrundrecherchen tätigen kann, ohne ihre Informanten verraten zu müssen. Und sie ist auch in Sorge über ihre persönliche Sicherheit. Wir werden der Journalistin einen erfahrenen Strafrechtsexperten zur Seite stellen, der das Urteil weiterzieht an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die BaZ lässt ihre Journalisten nicht fallen.

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