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«Wir müssen lernen, dass Kinder sich selber gehören»

Knabenbeschneidung, Ohrlochstechen: Was sollen Eltern mit ihren Kindern machen dürfen? Jacqueline Fehr, SP-Nationalrätin und Präsidentin der Stiftung Kinderschutz, schaltet sich in die Debatte ein.

«Es geht nicht um eine religiöse Tradition. Es geht um das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die heute einen höheren Stellenwert hat als früher»: Jacqueline Fehr.
«Es geht nicht um eine religiöse Tradition. Es geht um das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die heute einen höheren Stellenwert hat als früher»: Jacqueline Fehr.
Keystone

Frau Fehr, Sie wollen einen Vorstoss zum Thema Knabenbeschneidung im Parlament einreichen. Warum ist Ihnen das so wichtig? Ich reiche keinen Vorstoss zur Knabenbeschneidung ein, sondern zum Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit. Diese zu schützen, ist mir wichtig. Ich setze mich dafür ein, dass Kinder als eigene Rechtssubjekte anerkannt werden. Körperliche Eingriffe, die medizinisch nicht nötig sind, sollen deshalb so lange verschoben werden, bis das Kind selber entscheiden kann. Es gibt bei nicht medizinisch notwendigen Eingriffen keinen Grund zur Eile und keinen Grund, anstelle der Kinder zu entscheiden.

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