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«Wir sind kein Staatssender!»

SRF-Superdirektor Rudolf Matter (57) über unabhängige Journalisten, hohe Gebühren und tiefe Quoten – und übers «Fremdsehen».

«Wer sagt, man könne die TV-Gebühren halbieren, attackiert schweizerische Werte»: Rudolf Matter.
«Wer sagt, man könne die TV-Gebühren halbieren, attackiert schweizerische Werte»: Rudolf Matter.
Keystone

Rudolf Matter, wir sitzen im Büro des Radio- und TV-Superdirektors – aber kein Fernseher, kein Radio läuft. Schauen Sie auch ab und zu, was Ihre Mitarbeitenden so machen?

Rudolf Matter: Ich kann Sie beruhigen, ich kenne unsere Programme. Als ich bei N-TV war, liefen in meinem Büro immer zwei Fernseher. Heute ist das nicht mehr nötig, weil ich die Sendungen im Internet selektiv und zeitverschoben schauen kann. Zudem kann ich schlicht nicht jede Sendung unserer sechs Radio- und drei TV-Kanäle hören oder sehen. Aber das muss ich als Direktor ja auch nicht; wir haben Chefredaktoren und Redaktionsleiter, welche für die Qualitätssicherung verantwortlich sind. Ich schaue Sendungen, die neu sind oder in der Kritik stehen.

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