Zum Hauptinhalt springen

«Wir werden bei den Fernbussen sehr genau hinschauen»

Das Carunternehmen Domo Swiss Express hat gestern vom Bund nationale Fernbuskonzessionen erhalten. Sind Sie alarmiert?

Laut der Konzession müssen zahlreiche Auflagen erfüllt werden: nur Sitzplätze, Reservations- und Beförderungspflicht, branchenübliche Löhne, das Einhalten des Arbeits- und Behindertengleichstellungsgesetzes sowie die Einbindung ins Tarifsystem. Damit sind doch alle Forderungen der Kritiker erfüllt?

Die Busse werden zwar zu Preisen halb so hoch wie bei den SBB verkehren, aber dafür dauern die Fahrten doppelt so lange – Chur–Sitten soll 8 Stunden dauern. Ist das wirklich eine Konkurrenz für die SBB?

Mit den Fernbussen entsteht eine Art «3. Klasse», um einkommensschwache Gruppen wie Junge, Senioren und Familien anzusprechen. Müssten sich folglich nicht die SBB preislich bewegen?

Die SBB und die Postauto AG halten die Buskonkurrenz fern, indem sie ihre Haltestellen nicht teilen – ist das legitim?

Aber es kann doch nicht sein, dass Fernbus-Haltestellen nur irgendwo am Stadtrand eingerichtet werden, wie es der Städteverband fordert.

Als Bündner Nationalrat sind Sie auch Vertreter der Randregionen. Wo sind Ihre roten Linien für ein künftiges Busangebot?

Aber angesichts des Subventionsskandals bei der Postauto AG könnten viele Politiker geneigt sein, auch im Regionalverkehr verstärkt Konkurrenz zuzulassen?

Im Zeitalter der No-Billag-Initiative ist nichts mehr garantiert …