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«Wir werden Einsprache gegen den ‹Gekröpften› erheben»

Die Schweizer Gemeinden im Norden des Flughafens Zürich werden vom neuen Staatsvertrag laut Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord, in dreifacher Hinsicht benachteiligt. Er kündigt Widerstand an.

«Man hätte am bestehenden Vertrag festhalten sollen»: Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord, die 12 Zürcher, 24 Aargauer und 2 Schaffhauser Gemeinden im Kampf gegen den Fluglärm vertritt.
«Man hätte am bestehenden Vertrag festhalten sollen»: Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord, die 12 Zürcher, 24 Aargauer und 2 Schaffhauser Gemeinden im Kampf gegen den Fluglärm vertritt.
TA

Verkehrsministerin Doris Leuthard hat den heute mit Deutschland unterzeichneten Vertrag als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer Beilegung des Fluglärmstreits bezeichnet. Wie sieht das die IG Nord? Einen Meilenstein kann ich darin nicht erkennen. Die IG Nord stört sich an mehreren Punkten: Erstens würden mit dem neuen Vertrag drei Stunden weniger Anflüge über deutsches Gebiet geflogen. Zweitens müsste, um den Staatsvertrag überhaupt erfüllen zu können, das Pistensystem am Flughafen Zürich ausgebaut werden. Und drittens ist der gekröpfte Nordanflug (Anflug der Maschinen nach Zürich entlang des Rheins auf Schweizer Gebiet, bevor sie in die Anflugschneise eindrehen, Anm. d. Red.) als mögliche Option in der Vereinbarung enthalten. Der Norden müsste einen Teil der nicht mehr über Deutschland geführten Flüge aufnehmen, was noch mehr Lärm für die Anwohner mit sich bringt. Auch Osten und Westen werden davon nicht begeistert sein.

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