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«Wir wollen die SP überholen»

«Dieses Amt nimmt man nicht an, um einen Schoggi-Job zu haben»: FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi. Foto: Urs Jaudas

Gratulation, als FDP-Chefin haben Sie momentan den einfachsten Job der Schweizer Politik.

Seit den letzten nationalen Wahlen hat die FDP in den Kantonen 26 Sitze gewonnen. Was haben Sie zu diesem Erfolg beigetragen?

Sie hören so sehr zu, dass eine CVP-Politikerin sagte, unter Petra Gössi bedeute das Kürzel FDP «Frag den Philipp». Damit meinte sie, dass der alte Präsident Müller weiterhin prägend sei. Hat Sie das getroffen?

Was ist denn inhaltlich konkret von Ihnen zu spüren?

Sie untertreiben: Jahrelang hat die FDP das Europathema gescheut wie der Teufel das Weihwasser.

Die Wirtschaftsverbände machten zu wenig klar, wie wichtig Europa für die Wirtschaft sei, moniert die CVP. Teilen Sie diese Kritik?

Die SVP will das Rahmenabkommen in jedem Fall bekämpfen. Mit dieser Position wird sie auch einen Teil der FDP-Klientel ansprechen.

Und diese Verantwortung nimmt die SVP nicht wahr?

Auch umgekehrt fehlt das Verständnis: FDP-Aussenminister Ignazio Cassis ist bei der SVP bereits in Ungnade gefallen.

FDP und SVP sind sich heute aber nur in der Finanzpolitik einig. Der bürgerliche Schulterschluss vom März 2015 ist damit Geschichte.

Der Rechtsrutsch bei den Wahlen hat bisher nur zu Abbauentscheiden im Sozialbereich geführt.

Die rechten Parteien wurden aber auch gewählt, um Lösungen zu Europa und Migration zu bringen. Das bleiben Sie bisher schuldig.

Wichtiger wird eine andere Allianz: In der EU-Frage oder bei der AHV gibt es nur Lösungen, wenn sich FDP und CVP einigen. Für die FDP wird es so schwieriger, sich von ihrer Konkurrentin abzugrenzen.

Inwiefern?

Ein ambitioniertes Ziel: Wie wollen Sie das erreichen?

Viele Menschen haben aber Angst, dass ihre Arbeit künftig von einem Roboter erledigt wird.

Während die FDP in den Kantonen zulegt, verliert die CVP. Freut Sie der Niedergang Ihrer Konkurrenz?

Der Druck ist gross, dass die FDP bei den nächsten Bundesratswahlen eine Frau portiert. Wird sie das?

Damit sicher eine Frau gewählt wird, kann die FDP ganz einfach ein reines Frauenticket aufstellen.

Werden Sie selber kandidieren?