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Wo die Schweiz im Steuerwettbewerb steht

Die Folgen bei einem Ja zur Steuerinitiative seien fatal, warnten Schweizer Unternehmer. Eine Studie zeigt: Zumindest bei der Einkommenssteuer wäre die Schweiz weiterhin konkurrenzfähig.

Profitiert vom Steuerwettbewerb: Die Gemeinde Bäch im Kanton Schwyz.
Profitiert vom Steuerwettbewerb: Die Gemeinde Bäch im Kanton Schwyz.
Keystone

Reiche Unternehmer drohten am Wochenende, bei einer Annahme der SP-Steuerinitiative wegzuziehen. Die Steuerlast sei bei einem Ja zu gross, deshalb müssten sie ihre Firma oder ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen. International vergleichbare Zahlen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG zeigen nun aber, dass sich die Schweiz zumindest im Fall der Einkommenssteuer im Mittelfeld bewegen würde (siehe Grafik).

Bei einem Bruttoeinkommen von 300'000 Franken käme der Steuersatz auf 29,8 Prozent. 5,4 Prozent wären Sozialabgaben, der effektive Steuersatz betrüge 24,4 Prozent. Das entspricht der heutigen Belastung im Kanton Zürich, der in diesem Punkt die Forderungen der Initiative bereits erfüllt.

Bei einem Einkommen, das deutlich über 300'000 Franken liegt, schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich gar noch besser ab: Denn in vielen Ländern fallen die maximalen Steuersätze bereits ab 100'000 Franken an, in der Schweiz hingegen erst ab 700'000 Franken.

Vermögenssteuer belastet die Unternehmer

Allerdings stören sich die Firmenpatrons in erster Linie an der Vermögenssteuer, welche die SP verlangt. Ab einem Vermögen von über 2 Millionen Franken soll sie 5 Promille betragen. Das ziehe unnötig Kapital ab, das die Unternehmer in die Wirtschaft und in Arbeitsplätze investieren könnten, sagen die Firmenchefs.

Ob sie bei der Vermögenssteuer im Ausland besser fahren würden, ist schwierig festzustellen. Denn ein internationaler Vergleich ist hier komplizierter als bei der Einkommenssteuer. So kennen einige EU-Länder keine Vermögenssteuer, dafür belasten sie im Gegensatz zur Schweiz die Kapitalgewinne.

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