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Wohnungsnot hat sich verschärft

Die Wohnungsnot bereitet der Schweizer Bevölkerung zunehmend mehr Sorgen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Erhebung. Die Zunahme der Not ist äusserst deutlich.

Demonstrierte für günstigeren Wohnraum: Student in Lausanne.
Demonstrierte für günstigeren Wohnraum: Student in Lausanne.
Keystone

Die Wohnungsnot ist gross. Zu diesem Schluss kommen gemäss Umfrage 42 Prozent der Bevölkerung. Das ist ein Viertel mehr als noch im Jahr 2005. Die Wahrnehmung der Wohnungsnot habe sich damit erheblich verschärft, schreiben die Autoren des am Freitag veröffentlichten Univox-Berichts zum Thema Wohnen. Tatsächlich gab es in den letzten Jahren immer weniger freie Wohnungen: Die Leerstandsquote hat sich von 0,99 Prozent im Jahr 2005 auf 0,90 Prozent im vergangenen Jahr zurück entwickelt.

Nur etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) aller Umfrageteilnehmer finden, sie würden in einer ideal grossen Wohnung leben. Ein Drittel findet das eigene Zuhause zu klein, 14 Prozent zu gross. Es werde zu wenig bedarfsgerecht gebaut, schlussfolgern die Autoren.

Nur für gehobene Nachfrage?

So hätte es im Jahr 2000 an Zwei- bis Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen gemangelt. Trotzdem gehörten nur 23 Prozent der seit 2001 gebauten Wohnungen diesem Segment an. «Offenbar wird für die gehobene Nachfrage gebaut und nicht für die grundlegenden Bedürfnisse», heisst es im Bericht.

Mithilfe von Computer-Simulationen haben die Experten aber für das Missverhältnis eine Lösung gefunden: Würden mindestens 16 Prozent der Haushalte die Wohnungen tauschen, müsste niemand mehr in einer zu kleinen Wohnung leben.

Repräsentative Umfrage

Als Grundlage für den Univox-Bericht dienten 718 persönliche Interviews, die Experten des Forschungsinstituts gfs-zürich im vergangenen November und Dezember durchgeführt hatten. Die Umfrage gilt als repräsentativ für die Deutsch- und Westschweiz.

(SDA)

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