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Würde und Wirtschaftlichkeit

Neue Versorgungsmodelle könnten die Kosten am Lebensende senken und die Bedürfnisse Sterbender besser erfüllen.

In der Romandie vertraut man stärker auf die Medizin. Auch oder gerade in den letzten Lebens­monaten. In der Deutschschweiz hingegen nimmt man das Sterben offenbar etwas bereitwilliger an. Das ist die Erkenntnis jener Studie, die regionale Unterschiede bei Sterbekosten untersuchte und dabei auf erhebliche Disparitäten stiess.

Dass sich die Wissenschaft seit einiger Zeit vertieft mit dem Lebensende auseinandersetzt, ist auf einen Impuls des Schweizerischen Nationalfonds zurückzuführen. Während die Forschungsförderung von bürgerlicher Seite unter Druck steht, unter­streichen die hervorgebrachten Ergebnisse ihre Bedeutung. Erstens aus ökonomischen Überlegungen: Die Gesundheitskosten steigen unentwegt. Ein beträchtlicher Teil der Leistungen fällt in der letzten Lebensphase an. Die Wissenschaft kann helfen, Ineffizienzen des Versorgungssystems zu orten. Zweitens aus ethischen Gründen: Eine Gesellschaft, die die Würde des Menschen als unantastbar betrachtet, sollte sich stärker darum bemühen, auch ein würdevolles Lebensende zu ermöglichen.

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