Würth geht als Favorit in zweiten Wahlgang

Der St. Galler CVP-Regierungsrat hat zwar das absolute Mehr verpasst, ist aber für die Nomination als Ständerat in der Poleposition.

Zuversichtlich: Benedikt Würth hat gute Karten, Ständerat für den Kanton St. Gallen zu werden. (10. März 2019)

Zuversichtlich: Benedikt Würth hat gute Karten, Ständerat für den Kanton St. Gallen zu werden. (10. März 2019) Bild: Walter Bieri/Keystone

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Bei der Ständerats-Ersatzwahl für Karin Keller-Sutter (FDP) in St. Gallen kommt es am 19. Mai zum zweiten Wahlgang. Alle sieben Kandidierenden verpassten das absolute Mehr. Vorne liegt CVP-Regierungsrat Benedikt Würth. Die Wahlbeteiligung betrug 31,03 Prozent.

Als Favorit für die Nachfolge der in den Bundesrat gewählten Keller-Sutter erreichte Würth 37'613 Stimmen. Der 51-jährige St. Galler Finanzchef verfehlte jedoch das absolute Mehr von 48'511 Stimmen. Würth soll den 2011 an Paul Rechsteiner (SP) verlorenen Ständeratssitz für seine Partei zurückerobern.

Würth zeigte sich am Sonntag im St. Galler Wahlzentrum, dem Pfalzkeller, zufrieden mit dem Ergebnis: Es sei ihm gelungen, viele parteiunabhängige Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren, sagte er. Dies bedeute eine sehr gute Ausgangslage für den zweiten Wahlgang.

Dies ginge auf Kosten der FDP, deren Kandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher auf dem zweiten Platz liegt. Die 52-jährige Anwältin erreichte 25'071 Stimmen. Die Kantonsrätin engagierte sich als Präsidentin der Frauenzentrale oder für die Opferhilfe und ist die einzige Frau, welche Chancen auf die Nachfolge von Karin Keller-Sutter hat. Sie habe eine riesige Freude, erklärte Vincenz-Stauffacher. Doch nun müsse sie das Resultat zuerst sorgfältig analysieren. Deshalb sei es noch zu früh, um bereits ankündigen zu können, dass sie nochmals antrete.

Wer ist noch im zweiten Wahlgang dabei?

Mike Egger (SVP) kam auf 18'947 Stimmen. Mit dem 26-Jährigen, der vor wenigen Tagen für Toni Brunner in den Nationalrat nachrutschte, will die Partei mit dem grössten Wähleranteil im Kanton St. Gallen endlich einen Ständeratssitz erobern. Das Ergebnis sei sehr gut, habe aber noch Potenzial, erklärte er. Der Entscheid werde in den nächsten Tagen fallen, kündigte SVP-Sekretärin Esther Friedli an. Die Möglichkeit, dass die Partei nochmals mit Egger antrete, sei «sehr hoch».

Patrick Ziltener von den Grünen erhielt 8236 Stimmen. Sarah Bösch, parteilos, kam auf 2693 Stimmen. Auf Andreas Graf und Alex Pfister, beide parteilos, entfielen 2242 beziehungsweise 1883 Stimmen.

Für Ziltener ist vor allem das Resultat in der Stadt St. Gallen erfreulich. Dort habe er ein deutlich besseres Resultat erzielt, als es der Wählerstärke der Grünen entsprechen würde. Als politischer Wiedereinsteiger sei er in den Landgemeinden des Kantons noch wenig bekannt gewesen. Auch er konnte am Sonntag noch nicht sagen, ob er bei der zweiten Runde dabei sein wird. (fal/sda)

Erstellt: 10.03.2019, 15:56 Uhr

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