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Yannick Buttet droht Freiheitsstrafe

Wegen des Verdachts auf Nötigung hat die Walliser Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Yannick Buttet eröffnet. Ein Parlamentarier bestätigt die Vorwürfe.

Walliser Staatsanwaltschaft hat gegen ihn ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Nötigung eröffnet. Nun ist er zurückgetreten: Yannick Buttet.
Walliser Staatsanwaltschaft hat gegen ihn ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Nötigung eröffnet. Nun ist er zurückgetreten: Yannick Buttet.
Martial Trezzini, Keystone
Er habe im Interesse seiner Familie und seiner Partei entschieden, per sofort als Nationalrat zurückzutreten, heisst es in der Erklärung: Yannick Buttet, an einer Medienkonferenz in Bern. (30. Januar 2017)
Er habe im Interesse seiner Familie und seiner Partei entschieden, per sofort als Nationalrat zurückzutreten, heisst es in der Erklärung: Yannick Buttet, an einer Medienkonferenz in Bern. (30. Januar 2017)
Anthony Anex, Keystone
Buttet hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen: Sein leerer Platz im Nationalratssaal während der Wintersession. (4. Dezember 2017)
Buttet hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen: Sein leerer Platz im Nationalratssaal während der Wintersession. (4. Dezember 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
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CVP-Nationalrat Yannick Buttet sieht sich mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Zum einen berichteten sechs Frauen über ihre Erlebnisse mit dem Walliser, bei denen es sich gemäss «Le Nouvelliste» um «hochgeschobene Kleidung, Versuche, Geschlechtsteile zu berühren» oder «spürbare Erektion» handelte.

Zum anderen soll er seine Ex-Geliebte belästigt haben. Da Letztere Strafanzeige gegen ihn erstattet hat, hat die Walliser Staatsanwaltschaft nun ein Strafverfahren gegen Buttet wegen des Verdachts auf Nötigung eröffnet, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Politiker eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Einflussreiche CVP-Parlamentarier verlangen nach den neusten Vorwürfen, dass sich die Opfer der Übergriffe zu ihren Anschuldigungen bekennen. Parteipräsident Gerhard Pfister wünscht klare Infomationen, eine CVP-Frau fordert: «Wir müssen wissen, was Buttet wirklich gemacht hat.»

Parlamentarier bestätigt Übergriffe

Ein Parlamentarier äusserte sich anonym gegenüber der «Sonntagszeitung», dass die berichteten Übergriffe mehr sind als nur Anschuldigungen. Buttet habe eine Frau dermassen bedrängt, dass er dazwischen habe gehen müssen, sagt der Parlamentarier. Weil Buttet dabei sehr betrunken war und er ihn sonst nie so erlebt hatte, habe er das als einmaligen Vorfall abgetan. Heute sehe er es aber anders.

Die Ex-Geliebte beschuldigt Buttet, in der Nacht vom Samstag, 18. November, auf den Sonntag, vor ihrem Haus gestanden und 20 Mal geklingelt zu haben. Wie «Le Temps» schrieb, habe sie sich geweigert, die Tür zu öffnen und aus Angst die Polizei alarmiert.

Buttet offiziell krankgeschrieben

Zudem wurde bekannt, dass Buttet ein Alkoholproblem hat. In einer Medienmitteilung liess er über seinen Anwalt ausrichten, dass er sich in ärztliche Kur begeben werde, «um meinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen». Als Vizepräsident der CVP ist er Anfang Dezember zurückgetreten, nachdem er zuvor bereits vom Präsidium suspendiert wurde.

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