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Zahl straffälliger Jugendlicher steigt markant

Immer mehr Jugendliche werden vom Richter bestraft. Gemäss Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) ist seit 2000 ein starker Anstieg der Verurteilungen zu verzeichnen.

Den Hauptteil der Straftaten bei Jugendlichen machen Vermögensdelikte aus (70 Prozent) - besonders Diebstähle. Das BFS nennt dafür als Ursache den weitverbreiteten konsumorientierten Lebensstil. Männliche Jugendliche werden rund fünfmal häufiger straffällig als weibliche.

Die Zahl der Verurteilungen wegen Gewaltdelikten verdoppelte sich in den letzten 15 Jahren. In diesem Bereich seien es die leichten Delikte wie beispielsweise Tätlichkeiten, die am stärksten angestiegen seien, sagte Daniel Fink von der BFS-Sektion Kriminalität und Strafrecht auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Schwere Gewaltdelikte selten

«Die schweren Gewaltdelikte sind extrem selten. Es sind vor allem Drogenkonsum- und Vermögensdelikte, die bei den Jugendlichen verbreitet sind», sagte Fink weiter. «Die Gewaltdelikte haben in den letzten Jahren zwar zugenommen, machen aber nach wie vor einen verschwindend kleinen Anteil aus.»

Der Anstieg der leichten Delikte sei unter anderem auf eine erhöhte Sensibilität der Bevölkerung zurückzuführen. «Man geht heute schneller zur Polizei und macht eine Anzeige», sagte Fink.

Im Jahr 2004 wurden über 4600 Jugendstrafurteile ausgesprochen; 2000 waren es noch 3500 gewesen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Strafurteile von 14 auf 18 pro 1000 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren.

SDA/bru

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