Zersiedelung: Junge Grüne eröffnen Abstimmungskampf

Die Zersiedelungsinitiative soll verhindern, dass die Schweiz zubetoniert wird. Die Forderungen des Pro-Komitees.

Luzian Franzini, Co-Präsident der Zersiedelungsinitiative und der Jungen Grünen Schweiz, an der Medienkonferenz in Bern. (8. Januar 2019)

Luzian Franzini, Co-Präsident der Zersiedelungsinitiative und der Jungen Grünen Schweiz, an der Medienkonferenz in Bern. (8. Januar 2019) Bild: Adrien Perritaz/Keystone

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Die Baufläche in der Schweiz soll begrenzt werden. Das fordern die Jungen Grünen mit der Zersiedelungsinitiative, über die am 10. Februar abgestimmt wird. Am Dienstag hat das Pro-Komitee den Abstimmungskampf eröffnet.

Jeden Tag werde in der Schweiz eine Fläche von acht Fussballfeldern verbaut, kritisieren die Initianten. Jede Sekunde gehe ein Quadratmeter Grünfläche verloren.

Mit der Initiative «Zersiedelung stoppen - für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» (Zersiedelungsinitiative) wollen sie diese Entwicklung stoppen. Die Initiative fordert, dass Neueinzonungen von Bauflächen durch Rückzonungen an einem anderen Ort kompensiert werden müssen.

Revision laut Initianten ungenügend

Damit könnten die Bauzonen dorthin verschoben werden, wo sie gebraucht würden, argumentieren die Befürworterinnen und Befürworter. Die bestehenden Baulandreserven von 400 Quadratkilometern könnten für die weitere bauliche Entwicklung der Schweiz genutzt werden.

Das revidierte Raumplanungsgesetz genügt aus Sicht der Initianten nicht, um die Zersiedelung zu stoppen. Zwar werde in gewissen Kantonen weniger zerstreut gebaut. Die Verbauung von Grünflächen gehe aber ungebremst weiter, insbesondere im Mittelland.

Auch die geplante nächste Revision sei keine Alternative zur Initiative. Mit dem heutigen Parlament bestehe vielmehr die Gefahr, dass das Bauen ausserhalb der Bauzonen weiter vereinfacht werde. (sep/sda)

Erstellt: 08.01.2019, 11:41 Uhr

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