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Zürcher Forscher skizzieren düsteres Bild der Medienlandschaft

Die Schweizer Medien werden immer mehr von Gratistiteln, Unterhaltung und Infotainment dominiert. Dies ist der Befund des Jahrbuchs zur Qualität der Medien.

Infotainment: Gratisangebote sowohl im Print als auch im Online haben die grösste Reichweite.
Infotainment: Gratisangebote sowohl im Print als auch im Online haben die grösste Reichweite.
Gaetan Bally, Keystone

Seit fünf Jahren erhebt das an der Universität Zürich angesiedelte Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (FÖG) jährlich die Qualität der Schweizer Medien. Zu einem derart besorgniserregenden Befund wie dieses Jahr ist es bislang noch nicht gekommen. «Es herrscht die Diktatur der Reichweite», sagte FÖG-Stiftungsratspräsident Kurt Imhof gestern bei der Präsentation des Jahrbuchs. Gratisangebote in Print und Online, die auf rasch konsumierbares Infotainmet setzten, wiesen mit Abstand die grösste Reichweite auf. Sie verdrängen laut Imhof die Kaufangebote mit klassischem Informationsjournalismus. Diese Entwicklung werde durch den wachsenden mobilen Medienkonsum verstärkt. Unterwegs würden weniger anspruchsvolle Medieninhalte bevorzugt.

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