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Zuwanderung: Verlustgeschäft für die ALV

Die Zuwanderung aus dem Süden belastet die Arbeitslosenversicherung. EU-Bürger decken bloss 80 Prozent der Ausgaben für ihre Landsleute. Die Zahlen variieren je nach Einwanderungsland.

Deutsche mit höchstem Deckungsgrad: Ein Klient meldet sich am Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Sargans (SG). (23. Juni 2009)
Deutsche mit höchstem Deckungsgrad: Ein Klient meldet sich am Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Sargans (SG). (23. Juni 2009)
Keystone

Die Migration aus EU-Ländern sei für die Arbeitslosenversicherung (ALV) zum Verlustgeschäft geworden, schreibt der «Landbote» von heute (Artikel online nicht verfügbar). Die entsprechende Berechnung sei aus einem Bericht ersichtlich, den das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im vergangenen Sommer zu den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt veröffentlicht hatte.

Die neuesten Zahlen beruhen auf Erhebungen aus den Jahren 2009 und 2008. Demnach kompensieren EU-Bürger mit ihren Beiträgen in die ALV nur gut 80 Prozent der Summe, welche ihre Landsleute an Arbeitslosengeld beziehen. Auf die einzelnen Nationen aufgeschlüsselt sind die Beiträge sogar noch tiefer, wie die Zeitung schreibt. So finanzierten Italiener nur 60 Prozent, Portugiesen gar nur 50 Prozent der Arbeitslosengelder von Einwanderern gleicher Nationalität.

Einwanderer aus Südländern häufiger arbeitslos

Noch vor wenigen Jahren, bevor die volle Personenfreizügigkeit für die alten EU-Länder eingeführt wurde, hielten sich Beiträge an die ALV und Auszahlungen an Arbeitslose noch die Waage. Als Grund für die Verschiebung gibt die Zeitung die gestiegene Zuwanderung aus südlichen EU-Ländern an. Laut dem Seco seien Personen aus Portugal, Spanien und Italien öfters in saisonalen Branchen tätig und würden so häufiger arbeitslos und damit ALV-Bezüger.

Bei den Schweizern beträgt der Deckungsgrad 130 Prozent. Am tiefsten ist er bei Einwanderern aus Nicht-EU-Ländern mit 30 Prozent. Die mit Abstand positivste Bilanz weisen die deutschen Einwanderer auf: Sie deckten 150 Prozent der ALV-Beiträge an ihre Landsleute.

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