Zwei Jihadreisende mehr als im Mai

Die Anzahl der in der Schweiz lebenden Personen, die aus jihadistischen Motiven in Konfliktgebiete gereist sind, ist auf 76 gestiegen.

Auch Schweizer haben sich den Extremisten angeschlossen: Ein Kämpfer der mit al-Qaida verbündeten Al-Nusra-Front bei Idlib in Nordsyrien. (Veröffentlicht am 27. März 2015)

Auch Schweizer haben sich den Extremisten angeschlossen: Ein Kämpfer der mit al-Qaida verbündeten Al-Nusra-Front bei Idlib in Nordsyrien. (Veröffentlicht am 27. März 2015) Bild: Keystone

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Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hat diesen Monat zwei neue Fälle von Jihadreisenden aus der Schweiz registriert. Damit steigt die Anzahl der Personen, die seit 2001 aus jihadistischen Motiven in Konfliktgebiete gereist sind, auf 76.

Häufigste Ziele der Jihadreisenden aus der Schweiz sind nach wie vor Syrien und der Irak, wie der NDB in einer Mitteilung schreibt. Weitere Destinationen sind Somalia, Afghanistan und Pakistan.

Einige Personen befinden sich laut NDB immer noch vor Ort, 21 sind verstorben. Die Zahl der Rückkehrer ist im Vergleich zum Vormonat um eine Person auf insgesamt 13 angestiegen. Von den 76 erfassten Personen haben 29 einen Schweizer Pass, 17 davon sind Doppelbürger. (kko/sda)

Erstellt: 17.06.2016, 10:41 Uhr

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