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Kronfavorit vs. Blocher-Zögling

Alt gegen Jung, Verwaltung gegen Privatwirtschaft, Ost- gegen Zentralschweiz: Die beiden Bundesratsanwärter Heinz Brand und Thomas Aeschi wirken wie ein Gegenprogramm.

Der als Kronfavorit gehandelte Heinz Brand (l.) und Thomas Aeschi, ein Zögling Christoph Blochers. Fotos: Büttner/Meienberg
Der als Kronfavorit gehandelte Heinz Brand (l.) und Thomas Aeschi, ein Zögling Christoph Blochers. Fotos: Büttner/Meienberg

Das Kandidatenkarussell der SVP für die Nachfolge von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf dreht sich. Mittlerweile ist die Zahl der Anwärter auf zehn gestiegen – nur wenige davon überzeugen bislang Politik und Medien. Gestern aber gaben die Nationalräte Heinz Brand (GR) und Thomas Aeschi (ZG) ihre Ambitionen bekannt – wie bei ernsthaften Kandidaturen üblich erst kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist. Brand wird schon seit längerem als Kronfavorit für einen zweiten SVP-Bundesratssitz gehandelt. Überraschender, aber nicht weiter erstaunlich ist die Kandidatur von Aeschi. Der 36-Jährige sitzt zwar – wie Brand – erst seit vier Jahren im nationalen Parlament. Doch er gilt als Zögling Christoph Blochers: So gehört er zu den treibenden Kräften dessen Komitees gegen den schleichenden EU-Beitritt. Vieles deutet darauf hin, dass die Parteileitung hinter Aeschis Kandidatur steht. Ob er sie mit Chefstratege Blocher abgesprochen hat, will der Zuger zwar nicht sagen. Nur so viel: «Ich habe mit verschiedenen Personen aus der Partei Gespräche geführt.»

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