Zum Hauptinhalt springen

Zwei weitere Kandidaten steigen in das Bundesratsrennen ein

Die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter und der Schaffhauser FDP-Regierungsrat Christian Amsler kandidieren für die Wahl vom 5. Dezember.

Der Schaffhauser FDP-Regierungsrat Christian Amsler steigt ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Auch die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter ist als Kandidatin nominiert.
Der Schaffhauser FDP-Regierungsrat Christian Amsler steigt ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Auch die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter ist als Kandidatin nominiert.

Die Baselbieter CVP schickt Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter ins Bundesratsrennen. Die Partei hat die 54-Jährige am Donnerstagabend per Akklamation und mit Standing Ovations nominiert. Zuvor hatte diese bekannt gegeben, dass sie für eine Kandidatur als Nachfolgerin von Doris Leuthard zur Verfügung steht.

Das Baselbiet habe als fortschrittlicher Kanton einen Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat, sagte Schneider-Schneiter. Sie stelle sich daher mit grosser Freude zur Verfügung, um nach über 120 Jahren wieder einen Bundesratssitz für den Kanton Basel-Landschaft zu holen.

Video: Elisabeth Schneider-Schneiter will in den Bundesrat

Die CVP Basel-Landschaft nominiert am Donnerstagabend Elisabeth Schneider-Schneiter als Bundesratskandidatin. (Video: SDA/Tamedia)

Als Bundesrätin würde sie sich für die Bewahrung der Schweizer Werte einsetzen und die Interessen des Landes offensiv verteidigen wollen, sagte die Nationalrätin weiter. Sie verwies dabei auf ihre Erfahrung in aussenpolitischen Themen, die in jedem Departement wichtig sei. Der Parteibasis verkaufte sie sich auch als Brückenbauerin.

Seit 2010 im Nationalrat

Elisabeth Schneider-Schneiter war im November 2010 für Kathrin Amacker in den Nationalrat nachgerückt. 2015 schaffte sie knapp die Wiederwahl. Aktuell ist sie Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats.

Die Juristin aus Biel-Benken ist Mitglied des Parteipräsidiums der CVP Schweiz. Seit Juni 2017 ist sie zudem Präsidentin der Handelskammer beider Basel.

Von 1999 bis 2010 politisierte Schneider-Schneiter im Baselbieter Kantonsparlament, an dessen Spitze sie als Landratspräsidentin im Amtsjahr 2006/2007 stand. Von 2007 bis 2010 war die CVP-Politikerin zudem Fraktionspräsidentin im Landrat.

Die Kandidierenden der CVP

Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen (52) bringt mit 14 Jahren im Amt viel Exekutiverfahrung mit. Sie hat sich im Natur- und Heimatschutz einen Namen gemacht, gehört aber eher zum konservativen Flügel der CVP. Auch ist sie die einzige der möglichen CVP-Kandidaten, die über kein Mandat im Bundeshaus verfügt.
Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen (52) bringt mit 14 Jahren im Amt viel Exekutiverfahrung mit. Sie hat sich im Natur- und Heimatschutz einen Namen gemacht, gehört aber eher zum konservativen Flügel der CVP. Auch ist sie die einzige der möglichen CVP-Kandidaten, die über kein Mandat im Bundeshaus verfügt.
Geri Holdener, Keystone
Mit dem Zuger Ständerat Peter Hegglin kandidiert bereits ein Zentralschweizer: Hier an einer Medienkonferenz der Schweizer Milchproduzenten in Bern. (15. Oktober 2018)
Mit dem Zuger Ständerat Peter Hegglin kandidiert bereits ein Zentralschweizer: Hier an einer Medienkonferenz der Schweizer Milchproduzenten in Bern. (15. Oktober 2018)
Peter Klaunzer, Keystone
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet ebenfalls auf eine Kandidatur.
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet ebenfalls auf eine Kandidatur.
Anthony Anex, Keystone
1 / 8

Für die Nachfolge von Doris Leuthard müssen die CVP-Kantonalparteien ihre Kandidierenden bis am 25. Oktober nominieren und der Findungskommission melden, welche dann eine vertrauliche Personenüberprüfung unternimmt. Der Bundeshausfraktion der CVP will anschliessend Mitte November die Kandidatinnen und Kandidaten ernennen.

Am Donnerstagmorgen hatte die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen bekannt gegeben, dass sie Leuthard beerben will. Der Zuger alt Regierungsrat und Ständerat Peter Hegglin war am Mittwochabend von seiner Kantonalpartei offiziell nominiert worden.

Doris Leuthard hatte Ende September ihren Rücktritt per Ende Jahr angekündigt. Die Aargauerin war 2006 in den Bundesrat gewählt worden. Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt.

Trio bei der FDP komplett

Auch die FDP verfügt über einen dritten Kandidaten. Der Schaffhauser Christian Amsler steigt ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Die FDP des Kantons Schaffhausen hat ihn am Donnerstagabend nominiert.

Sie freue sich, mit Amsler offiziell in die Bundesratswahlen einzusteigen, teilte die Kantonalpartei am Abend mit: «Schaffhausen konnte noch nie in der Geschichte der Eidgenossenschaft einen Bundesrat stellen!»

Als ehemaliger Präsident der Konferenz der Erziehungsdirektoren der Deutschschweiz sei Amsler in Bern gut vernetzt, schreibt die FDP Schweiz in einer Mitteilung. Zudem habe er sich über viele Jahre als Gemeindepräsident, Kantonsrat und Bildungsdirektor profiliert.

Amsler ist derzeit Erziehungsdirektor und Regierungspräsident des Kantons Schaffhausen. Der 54-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Vor seiner Wahl in die Schaffhauser Regierung 2009 war er an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen tätig als Prorektor Weiterbildung und Dienstleistungen.

Bilder: Die Kandidierenden der FDP

Sie will: Als ehemalige Regierungsrätin bringt sie Exekutiverfahrung mit. Darüber hinaus hat die St. Gallerin auch die passende Herkunft.
Sie will: Als ehemalige Regierungsrätin bringt sie Exekutiverfahrung mit. Darüber hinaus hat die St. Gallerin auch die passende Herkunft.
Christian Beutler, Keystone
Der Nidwaldner FDP-Ständerat hat ebenfalls zugesagt.
Der Nidwaldner FDP-Ständerat hat ebenfalls zugesagt.
Urs Flüeler, Keystone
Er geht: Der ehemalige Unternehmer tritt Ende Dezember aus dem Bundesrat zurück.
Er geht: Der ehemalige Unternehmer tritt Ende Dezember aus dem Bundesrat zurück.
Keystone
1 / 8

Amsler ist der erste nominierte Kandidat einer FDP-Kantonalpartei. Die St. Gallerin Karin Keller-Sutter teilte zwar mit, dass sie sich für die Wahl zur Verfügung stellen würde. Doch offiziell entscheiden wird die St. Galler FDP erst an der Nominationsversammlung vom 20. Oktober.

Auch der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki will in den Bundesrat, wie er am Mittwoch bekannt gab.

Bis am 24. Oktober müssen alle FDP-Kantonalparteien die Kandidaturen melden. Nominiert wird am 16. November durch die Fraktion. Die Wahl ist am 5. Dezember.

SDA/anf

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch