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Statt über Juden lästert Dieudonné in der Schweiz über Afrikaner

Der umstrittene französische Komiker Dieudonné darf in Nyon auftreten. Nun wird aber gefordert, dass die Justiz die Programme besuchen soll, um bei Verfehlungen sofort reagieren zu können.

Philippe Reichen, Lausanne
Dieudonné M'bala M'bala hält am 14. Januar 2014 in Paris eine Pressekonferenz ab und kündigt an, dass er das als antisemitisch geltende Programm «Le mur» durch ein neues Programm ersetze. Der Sohn eines Kameruners und einer Französin thematisiert in «Asu Zoa» Afrika und dessen Geschichte.
Dieudonné M'bala M'bala hält am 14. Januar 2014 in Paris eine Pressekonferenz ab und kündigt an, dass er das als antisemitisch geltende Programm «Le mur» durch ein neues Programm ersetze. Der Sohn eines Kameruners und einer Französin thematisiert in «Asu Zoa» Afrika und dessen Geschichte.
Michel Euler, Keystone
Polizisten stellen sich ihnen entgegen, um Ausschreitungen zu verhindern. Dieudonné foutierte sich um das Auftrittsverbot, trat am Sonntag in Paris aber mit dem neuen, in drei Tagen geschriebenen Programm auf.
Polizisten stellen sich ihnen entgegen, um Ausschreitungen zu verhindern. Dieudonné foutierte sich um das Auftrittsverbot, trat am Sonntag in Paris aber mit dem neuen, in drei Tagen geschriebenen Programm auf.
Michel Euler, Keystone
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Der Stadtrat von Nyon hatte den Entscheid schon am Montag gefällt, ihn aber erst am Dienstagnachmittag publik gemacht. Er verzichtet auf ein Auftrittsverbot für Dieudonné. Das Gremium war unter grossem Druck, nachdem die französische Justiz die Aufführung des Programms «Le mur» in den Städten Nantes, Tours, Orléans und Paris wegen antisemitischer Äusserungen vergangene Woche kurzerhand verboten hatte. Die Vorstellungen von Dieudonné im 462 Plätze grossen Théâtre de Marens in Nyon von Anfang Februar und März waren zu diesem Zeitpunkt längst ausverkauft.

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