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Sterbehelferin überlebt eigenen Freitodversuch

Eine Pionierin der Sterbehilfe lag nach einem unbegleiteten Suizidversuch mit einem tödlichen Barbiturat wochenlang im Koma und wachte wieder auf. Das Mittel gilt trotzdem als todsicher.

Tödliche Dosis: 15 Gramm Pentobarbital-Natrium, aufgenommen 2008 bei Exit Schweiz.
Tödliche Dosis: 15 Gramm Pentobarbital-Natrium, aufgenommen 2008 bei Exit Schweiz.
Alessandro Della Bella, Keystone

Dutzende Male hatte Gabriele Fricker das Fläschchen mit 15 Gramm Natrium-Pentobarbital (NaP) suizidwilligen Menschen gebracht und sie in den Tod begleitet. An einem grauen Wintertag im Tessin nahm sie selber eine todbringende Dosis des Mittels ein: 15 Gramm, die sie sich in den langen Jahren als Sterbehelferin «für den Notfall zusammengespart» hatte. Ihre «Kurzschlusshandlung» beging sie ohne Begleitung eines Sterbehelfers. Im Zustand grösster Verzweiflung schluckte sie Ende 2011 das Mittel, ohne es in Wasser aufzulösen und ohne Paspertin einzunehmen, das den Magen hätte beruhigen sollen. Augenblicklich verlor sie das Bewusstsein.

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