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Stromstösse am Rande

Wer die Energiedebatte links liegen liess, verpasste auch den Aufstieg eines jungen Gestirns am Politfirmament.

Mehr Geld für den Strom der Bauern: Betreiber von Biogasanlagen mit Dung vom eigenen Hof bekommen einen Extrazustupf. Foto: Gaetan Bally / Keystone
Mehr Geld für den Strom der Bauern: Betreiber von Biogasanlagen mit Dung vom eigenen Hof bekommen einen Extrazustupf. Foto: Gaetan Bally / Keystone

Gehören Sie zu den Bürgern, denen die Energie­debatte dieser Woche egal war, weil Sie finden, der Strom komme ja aus der Steckdose, nicht aus dem Nationalrat? Dann wird es Sie vielleicht überraschen, dass Sie, um beim Umstieg auf saubere Energien mitzuhelfen, künftig noch etwas mehr Geld an die Bauern zahlen dürfen. Bauernverbandsdirektor und FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois brachte durch, dass Betreiber von Biogasanlagen, die ausschliesslich mit Dung aus hofeigener Produktion arbeiten, einen Extrazustupf bekommen. Auch für langjährige Beobachter war die Erkenntnis faszinierend, dass in der Schweiz sogar eine Grundsatzdiskussion über die Kernkraft am Ende den Agrarsubventionstopf bereichert. Nicht zu vergessen den dazugehörigen, umwerfenden Slang. Die «Raufutterverzehrerbeiträge» und die legendäre «Verkäsungszulage» sind ja aus den agrarpolitischen Debatten hinlänglich bekannt. Die neue Kreation heisst «Hofdüngerbonus».

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