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Stromstrassen in Schutzgebieten

Der Bundesrat will den Bau von Hochspannungsleitungen in Schutzgebieten erleichtern. Landschaftsschützer protestieren und fordern Verkabelungen im Boden. Doch diese Methode hat Tücken.

Für eine moderne Gesellschaft sind Stromleitungen so bedeutsam wie Adern für den Menschen: Sie sind lebenswichtige Versorgungsbahnen. Weil im Zuge der angestrebten Energiewende die Anforderungen ans Stromnetz wachsen, braucht es einen Um- und Ausbau der Infrastruktur. Andernfalls, so warnt der Bundesrat in seinem Bericht zur Strategie Stromnetze, drohen Stromausfälle «mit schwerwiegenden Auswirkungen» für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Das Projekt ist ihm so wichtig, dass er dafür Abstriche beim Landschaftsschutz in Kauf nimmt. Neu sollen gewisse Stromleitungen von nationaler Bedeutung sein. Für das nationale Übertragungsnetz (Netzebene 1) soll sich dieser Status direkt aus dem Elektrizitätsgesetz ergeben. Für das regionale Verteilnetz (Netz­ebene 3) soll der Bundesrat auf dem Verordnungsweg, also in Eigenregie, entsprechende Leitungen bezeichnen.

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