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Chinesisches Roulette

Trotz erheblicher Risiken machte die HSBC Schweiz Geschäfte mit reichen Spitzenpolitikern aus korruptionsanfälligen Staaten wie Syrien, Ägypten, China und Tunesien. Die Bankenaufsicht musste einschreiten.

China: Die HSBC eröffnete Li Xiaolin, der Tochter von Li Peng, dem «Schlächter vom Tiananmen», trotz Korruptionsverdacht ein Konto.
China: Die HSBC eröffnete Li Xiaolin, der Tochter von Li Peng, dem «Schlächter vom Tiananmen», trotz Korruptionsverdacht ein Konto.
Reuters
Ägypten: Rachid Mohammed Rachid deponierte bei HSBC Schweiz über 31 Millionen Dollar. Dann wurde er Handels- und Industrieminister Ägyptens – und zur PEP. Nachdem er 2011 wegen Veruntreuung verurteilt wurde, wurden seine Gelder eingefroren.
Ägypten: Rachid Mohammed Rachid deponierte bei HSBC Schweiz über 31 Millionen Dollar. Dann wurde er Handels- und Industrieminister Ägyptens – und zur PEP. Nachdem er 2011 wegen Veruntreuung verurteilt wurde, wurden seine Gelder eingefroren.
Reuters
Syrien: Auch Rami Makhlouf, Cousin des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, unterhielt bei der HSBC ein Konto.
Syrien: Auch Rami Makhlouf, Cousin des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, unterhielt bei der HSBC ein Konto.
Keystone
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Mitglieder von Herrscherfamilien und Spitzenpolitiker aus Staaten, in denen Korruption grassiert, sind Hochrisikokunden für jedes Geldinstitut. Die Gefahr ist gross, dass Vermögen aus zwielichtigen Geschäften in die Bank geschleust werden – und diese sich plötzlich mitten in einem Korruptionsskandal wiederfindet. Recherchen zeigen, dass die HSBC Schweiz Millionensummen von genau dieser Klientel annahm. Die Bankenaufsicht Finma musste schliesslich einschreiten.

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