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Das sagt die Bankiervereinigung zu Swissleaks

Die Bankiervereinigung reagiert gelassen auf die Enthüllungen zu kriminellen Kunden der HSBC Schweiz. Auch die Finma nahm Stellung.

Der Schweizer Finanzplatz erneut unter Beschuss: Personen sind auf dem Paradeplatz, dem Zürcher Bankenzentrum, durch die Installation «Dystopia Stalker» von Lori Hersberger zu sehen. (10. Juni 2013)
Der Schweizer Finanzplatz erneut unter Beschuss: Personen sind auf dem Paradeplatz, dem Zürcher Bankenzentrum, durch die Installation «Dystopia Stalker» von Lori Hersberger zu sehen. (10. Juni 2013)
Steffen Schmidt, Keystone

Die Enthüllungen über den Schweizer Ableger der Privatbank HSBC beunruhigen die Schweizer Bankiervereinigung nicht übermässig. «Wir sind überzeugt, dass heute alle wissen, dass sich der Finanzplatz schon vor Jahren neu ausgerichtet hat», teilte die Bankiervereinigung mit.

Die Complianceanstrengungen beispielsweise hätten sich erheblich verstärkt, teilte Thomas Sutter von der Bankiervereinigung auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit.

«Weltweit strengste Bestimmungen»

Die Enthüllungen würden sich zudem auf weit zurückliegende Fälle einer einzelnen Bank beziehen. Trotzdem seien solche Schlagzeilen «kurzfristig natürlich nie positiv», teilte Sutter weiter mit.

Es liege nun an den Behörden, die Fälle zu beurteilen. In der Geldwäschereibekämpfung habe die Schweiz weltweit mit die strengsten Bestimmungen, es liege aber an den einzelnen Finanzinstituten, diese einzuhalten, teilte Sutter mit.

Finma intervenierte

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte sich in den vergangenen Jahren bereits mehrmals mit dem Schweizer Ableger der HSBC befasst: Sie führte zwei Untersuchungen im Bereich Geldwäscherei durch.

Die Bank habe dabei gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen verstossen, sagte Tobias Lux, Mediensprecher der Finma, auf Anfrage. Die Finma habe Massnahmen angeordnet, welche HSBC umgesetzt habe. Seither sei bei der Bank viel geschehen (lesen Sie auf Redaktion Tamedia in Kürze mehr dazu).

Die Finma habe auch eine Untersuchung zur Sicherheit in der IT-Abteilung geführt. Der bei HSBC tätige Informatiker Hervé Falciani hatte in den Jahren 2006 und 2007 Kundendaten gestohlen und den französischen Steuerbehörden und der Staatsanwaltschaft von Nizza übergeben.

Diese Kundendaten gelangten zur französischen Zeitung «Le Monde», welche die Daten mit der Hilfe des Recherchenetzwerks «International Consortium of Investigative Journalists» (ICIJ) auswertete. Zu dem Netzwerk gehören in der Schweiz der «Tages-Anzeiger», «Der Bund», «SonntagsZeitung», «Le Matin Dimanche», «L'Hebdo» und «Le Temps». Die nun publizierte Auswertung soll unter anderem zeigen, dass Kunden des Schweizer HSBC-Ablegers in Terrorfinanzierung sowie Drogen- und Waffenhandel involviert gewesen waren.

SDA/rub

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