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Wann eine Vater-Kind-Beziehung «besonders intensiv» ist

Wenn binationale Ehen in der Schweiz geschieden werden, muss der ausländische Ex-Partner das Land in der Regel verlassen. Es gibt allerdings Ausnahmen – ein Bundesgerichtsurteil klärt eine solche.

Das Bundesgericht definiert die Beziehung zwischen Elternteil und Kind neu: Vater und Kind beim Biken in den Bergen.
Das Bundesgericht definiert die Beziehung zwischen Elternteil und Kind neu: Vater und Kind beim Biken in den Bergen.
Alessandro Della Bella, Keystone

Wann ist eine Beziehung zwischen Vater und Tochter normal? Und wann ist sie besonders intensiv? Ein Urteil, welches das Bundesgericht im Juni gefällt und am vergangenen Freitag publiziert hat, gibt darüber Aufschluss und korrigiert teilweise die bisherige Rechtsprechung. Was früher als üblich galt, ist heute unterdurchschnittlich. Und was früher als besonders intensiv galt, ist heute üblich. Im konkreten Fall heisst das: Ein geschiedener Vater, der seine vierjährige Tochter im üblichen Rahmen besuchen darf (jeden Sonntag von 9 bis 18 Uhr), erfüllt die Anforderung der «besonders intensiven» Vater-Tochter-Beziehung, die für sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz massgeblich ist.

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