Zum Hauptinhalt springen

Armee setzt am WEF bis zu 3300 Soldaten ein

Auch dieses Jahr unterstützt die Schweizer Armee die zivilen Behörden am World Economic Forum in Davos am Boden und in der Luft.

Winterfest: Soldaten und Hunde der Schweizer Armee patrouilleren am Tag vor der WEF-Eröffnung in Thusis GR. (22. Januar 2013)
Winterfest: Soldaten und Hunde der Schweizer Armee patrouilleren am Tag vor der WEF-Eröffnung in Thusis GR. (22. Januar 2013)
Jean-Christophe Bott, Keystone
Kein Durchkommen: Absperrung in Klosters GR. (22. Januar 2013)
Kein Durchkommen: Absperrung in Klosters GR. (22. Januar 2013)
Keystone
Swiss army soldiers patrol with a dog, during a media visiting day from the Swiss army deployment "Alpa Eco Tredici" during the World Economic Forum, WEF, in Davos, one days before the opening of the 43rd Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Thusis, Switzerland, Tuesday, January 22, 2013. The overarching theme of the meeting, which will take place from 23 to 27 January, is "Resilient Dynamism". (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Swiss army soldiers patrol with a dog, during a media visiting day from the Swiss army deployment "Alpa Eco Tredici" during the World Economic Forum, WEF, in Davos, one days before the opening of the 43rd Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Thusis, Switzerland, Tuesday, January 22, 2013. The overarching theme of the meeting, which will take place from 23 to 27 January, is "Resilient Dynamism". (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Jean-Christophe Bott, Keystone
1 / 10

Dieses Jahr werden am WEF voraussichtlich 3300 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz stehen. Das WEF findet zwar in Davos statt, das Einsatzgebiet der Armee umfasst aber grosse Teile des Kantons Graubündens, wie der Chef der Bodentruppen, Divisionär Marco Cantieni, vor den Medien in Thusis sagte. Die Kernzone verläuft entlang der Zufahrtswege von Landquart und von Thusis nach Davos.

Die Armee unterstützt die Polizei und die zivilen Behörden: Sicherungseinsätze am Boden und in der Luft gehören dazu, ebenso Lufttransporte von völkerrechtlich geschützten Personen, Personenschutz und Sanitätsdienst. Zudem leisten Soldaten Auf- und Abbauarbeiten. So errichteten sie ganze 18 Kilometer Absperrzaun.

Während die Soldaten 2012 mit Unmengen von Schnee kämpften, machen ihnen dieses Jahr die tiefen Temperaturen zu schaffen. Bis zu 20 Grad unter Null in der Nacht setzen vor allem den Kontrollposten im Freien zu.

Ausserordentliches Ereignis

Maximal 5000 Armeeangehörige können gemäss Bundesbeschluss für das WEF aufgeboten werden. Der Kommandant des WEF-Einsatzes, Divisionär Jean-Marc Halter, rechnet damit, dass im Durchschnitt jeden Tag 3300 Männer und Frauen im Einsatz stehen werden.

Erst vergangenen Herbst gab das Parlament dem Dienst für das WEF für weitere drei Jahre grünes Licht. Die Armee unterstützt das Forum in dieser Form seit dem Jahr 2000, als der Bundesrat das Treffen als «für die internationalen Interessen der Schweiz ausserordentliches Ereignis» definierte.

Der Einsatz folgt dem Prinzip der Subsidiarität, wie Divisionär Halter erklärte. Das Militär kommt zum Zug, wenn alle zivilen Mittel nicht genügen und die Aufgabe von öffentlichem Interesse ist. Die Armee geht davon aus, dass der WEF-Einsatz mit Kosten von rund 28 Millionen Franken erstmals nicht teurer wird als normale Wiederholungskurse.

WEF-Training für Milizsoldaten

90 Prozent der Truppen sind Milizen. Sie durchliefen vor ihrem Einsatz eine einwöchige WEF-Vorbereitung und mussten eine Prüfung ablegen. In der Davoser Kernzone kommen allerdings nebst der Sanität nur Berufssoldaten der Militärpolizei zum Einsatz. Sie verfügen während des WEF über Polizeibefugnisse.

Die Luftwaffe erledigt auch Transporte, hat aber primär luftpolizeiliche Aufgaben zu erfüllen und die Lufthoheit zu wahren. Während des Forums ist der Luftraum über weiten Teilen Graubündens und im benachbarten Ausland nur eingeschränkt nutzbar. Das Standard-Dispositiv besteht aus zwei F/A-18 Kampfjets, die zusammen patroullieren.

Einen allfälliger Waffeneinsatz zur Durchsetzung der Lufthoheit muss Bundesrat Ueli Maurer als Verteidigungsminister anordnen. In der Vergangenheit musste zu diesem «letzten Mittel» nie gegriffen werden. Regelmässig kommt es aber zu Verletzungen des Luftraums - letztes Jahr neun Mal, vorletztes Jahr vier Mal.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch