Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Dazu äussern wir uns erst nach 18 Uhr»

Der Sommer 2018 hat den Klimawandel für die breite Bevölkerung spürbar gemacht: Regula Rytz. Foto: Keystone

Die Grünen legen stark zu – stärker, als in den Wahlumfragen vorausgesagt (wir berichten hier laufend). Wie erklären Sie sich das?

Doch alle drei Begehren sind an der Urne gescheitert. Wenn grüne Anliegen konkret werden, will die Schweizer Bevölkerung davon nichts wissen.

Tatsache ist: Sie haben von der politischen Grosswetterlage profitiert: Greta Thunberg, die sogenannte Klimajugend, der Streit ums neue CO2-Gesetz.

Spannt Ihre Partei mit der GLP nun für einen Sitz im Bundesrat zusammen?

Die Grünen können faktisch nicht anders, als zu kandidieren. Sie haben schon mit wesentlich tieferen Wähleranteilen Versuche gestartet: mit Cécile Bühlmann, Ruth Genner und Luc Recordon.

Werden Sie kandidieren?

Wie gross ist Ihre Angst, dass es den Grünen nicht wieder wie nach 2007 ergeht? Damals hatte ihre Partei fast 10 Prozent Wähleranteil, 2015 waren es nur noch 7 Prozent.

Das allein wird nicht reichen.

Ihre Kreise sprechen von Klimakrise, Klimaerhitzung und Klimanotstand: Angstmacherei verfängt in der Bevölkerung nicht nur, wenn sie von rechts kommt.

Doch die Begriffe werden auch von grünen Politikern gebraucht, auch haben gewisse Stadt- und Kantonsparlamente den Klimanotstand ausgerufen.

Die grünen Kräfte werden gestärkt aus den Wahlen hervorgehen. Drohen nun Flugverbote und um 50 Rappen teureres Benzin?

Mobilität – in der Schweiz künftig ein Privileg für Gutverdiener?

Trotzdem: Eine verschärfte Klimapolitik kann auch den Mittelstand treffen – etwa wenn eine energetische Haussanierung zu höheren Mieten führt.