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Wirtschaft hofft auf Hilfe des Volks

Der Widerstand gegen die Energiestrategie wächst in der Wirtschaft. Swissmem prüft die Referendumsfrage.

Intensives Lobbying gegen die Energiestrategie in Bundesbern: Schatten am Kühlturm des Kernkraftwerks in Gösgen. Foto: Peter Klaunzer / Keystone
Intensives Lobbying gegen die Energiestrategie in Bundesbern: Schatten am Kühlturm des Kernkraftwerks in Gösgen. Foto: Peter Klaunzer / Keystone

Die Energiestrategie 2050 ist bis jetzt ein Werk von Politik und Verwaltung. Nun aber mehren sich die Anzeichen, dass das Volk das letzte Wort über dieses energiepolitische Jahrhundertprojekt haben wird. Zum entscheidenden Momentum könnte die Aufwertung des Frankens werden; dies zeigte sich gestern in Zürich an einer Veranstaltung des Liberalen Instituts. «Die Referendumsfrage muss ernsthaft geprüft werden», sagte Jean-Philippe Kohl, Vize­direktor des Verbands der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem). Im Verband würden derzeit entsprechende Überlegungen gemacht. Die MEM-Industrie mit ihren 330'000 Beschäftigten bestreitet mit Exporten von 65 Milliarden Franken (2013) ein Drittel aller Güterausfuhren aus der Schweiz. Vor diesem Hintergrund mahnte Silvio Borner, emeritierter Basler Professor für Wirtschaft und Politik, die Frankenaufwertung allein sei schon eine existenzielle Herausfor­derung. «Zukunftsexperimente mit abseh­barem Misserfolg können wir uns daher nicht leisten.»

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