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Zuger Leid und Luzerner Freud

Während Zug tiefrote Zahlen präsentiert, freuen sich die Luzerner über ihr «solides» Ergebnis. Dabei erhält Luzern fast gleich viel aus dem NFA, wie Zug hineinzahlt.

Präsentiert tiefrote Zahlen: Der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin. (12. Dezember 2014)
Präsentiert tiefrote Zahlen: Der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin. (12. Dezember 2014)
Marcel Bieri, Keystone

Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Heute waren es 20 Minuten mit dem Zug. Zeitgleich um 9.30 Uhr präsentierten der Luzerner und der Zuger Finanzdirektor ihre Jahresrechnungen: «Solides Ergebnis des Kantons Luzern» und «Die laufende Rechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 139,0 Millionen Franken ausserordentlich schlecht ab», hiess es in den Medienmitteilungen. Im Unterschied zum rekordhohen Zuger Defizit konnte der grösste Zentralschweizer Kanton einen Ertragsüberschuss von 12,8 Millionen Franken vorweisen. Gemein ist den beiden Kantonen auch ihr tiefes Steuerniveau: Zug ist allgemein der steuergünstigste Kanton der Schweiz, während Luzern zwar höhere Steuern für natürliche Personen verlangt, dafür aber bei den Unternehmensgewinnsteuern schweizweit führend ist. Eine weitere augenfällige Gemeinsamkeit, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen, sind die kantonalen Beiträge für den nationalen Finanzausgleich (NFA): Zug zahlt aktuell 317 Millionen Franken ein, während Luzern 332 Millionen Franken bekommt.

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