Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Armee simulierte französischen Angriff

Verteidigten die Schweiz gegen Paramilitärs: Panzer der Panzerbrigade 1 auf dem Waffenplatz Bure.

Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Ein Manöver der Schweizer Armee sorgt im Ausland für Kopfschütteln. Wie die Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtet, kämpfte eine Panzerbrigade zwischen dem 26. und 28. August gegen die fiktive Bedrohung französischer Paramilitärs.

Das Szenario der Übung «Duplex Barbara» sah folgendermassen aus: Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Europa an den Rand des Chaos gebracht. Frankreich ist in mehrere Kleinstaaten zerbrochen. Einer davon, das fiktive Saonia auf dem Gebiet des französischen Juras, macht die Schweiz für seine prekäre finanzielle Situation verantwortlich. Die paramilitärische «Brigade de Dijon» will mit Attentaten in der Schweiz den Schuldenerlass erzwingen.

«Mit Frankreich nichts zu tun»

In Frankreich hat man wenig Verständnis für die Verwendung eines solchen Szenarios. Antoine Vielliard, Generalrat von Hoch-Savoyen, sagte zu «Le Matin Dimanche»: «Es wäre besser für die Glaubwürdigkeit der Schweizer Armee, wenn sie sich mit Bedrohungen des 21. Jahrhunderts beschäftigen würde.»

Brigadier Daniel Berger wiederum verteidigt «Duplex Barbara» gegenüber der Zeitung: «Die Übung hat überhaupt nichts mit Frankreich zu tun. Sie wurde geplant, als die Beziehungen zu Frankreich noch weniger angespannt waren. Die französischen Städte kamen im Szenario nur vor, damit wir den Soldaten ein Gefühl der Realitätsnähe geben konnten.»

Ausländische Echo auf «Stabilo Due»

Schon vor gut einem Jahr hatte ein Manöver der Schweizer Armee im Ausland ein starkes Echo ausgelöst. In der Übung «Stabilo Due» war die Lage in den EU-Krisenländern dramatisch eskaliert, die Armee musste die Schweiz gegen Flüchtlingsströme verteidigen.