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Diversität in UnternehmenSchweizer Chefs gestehen: «Als Frau hätte ich es viel härter gehabt»

Eine neue Kampagne für Gleichstellung konfrontiert Schweizer Topmanager mit einer entlarvenden Frage: Hätten sie es auch als Frau so weit geschafft? Viele sagen: Nein. Sie profitierten in ihrer Karriere von einem Männerbonus.

«Als junge Frau in einem männerdominierten Umfeld hätte ich mich damals bestimmt unwohl gefühlt und besonderen Erwartungen ausgesetzt», sagt ABB-Schweiz-Chef Robert Itschner. Neben ihm sein weiblicher Zwilling, kreiert durch die Face App.
«Als junge Frau in einem männerdominierten Umfeld hätte ich mich damals bestimmt unwohl gefühlt und besonderen Erwartungen ausgesetzt», sagt ABB-Schweiz-Chef Robert Itschner. Neben ihm sein weiblicher Zwilling, kreiert durch die Face App.
Foto: Advance

Was das Bekenntnis zur Frauenförderung angeht, sind die grossen Unternehmen alle dabei: Die Websites sind voll von geschliffenen Sätzen zum Thema Diversity. Die börsenkotierten Konzerne haben praktisch alle Förder- oder Mentoringprogramme für Frauen. Von den CEOs werden derlei Massnahmen gerne publikumswirksam erwähnt. Tiefergehende persönliche Statements zur Tatsache, dass die Frauen in den Schweizer Geschäftsleitungen noch immer massiv untervertreten sind, hört man selten von ihnen.

Nun aber wurde den Konzernleitern die fieseste Frage gestellt, die man einem erfolgreichen Mann stellen kann: Hätten Sie es in Ihrer Karriere auch so weit gebracht, wenn Sie eine Frau gewesen wären? Der Anstoss kam von Advance, einer Organisation, die sich für Geschlechtergleichheit in Firmen einsetzt und deren Ziel es ist, weibliche Talente zu fördern.

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