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Corona-Theater im Nationalsport Schwingen absurd: Der Sohn darf trainieren – der Vater nicht

Die Pandemie legt auch die Bösen flach, in der Szene ist der Unmut gross. Die Besten ärgern sich über eine Ungleichbehandlung und kritisieren den Verband.

Nur einer von beiden darf derzeit ins Sägemehl im Schwingkeller: Stefan Burkhalter (46) und sein Sohn Thomas (17).
Nur einer von beiden darf derzeit ins Sägemehl im Schwingkeller: Stefan Burkhalter (46) und sein Sohn Thomas (17).
Foto: Remo Naegeli (Keystone)

Wer darf im Moment schwingen?

Seit Anfang März dürfen sich Schwinger bis 20 Jahre im Zweikampf messen. Bekannte Namen sind kaum darunter. Doch die Lockerungen des Bundesrats sorgen für spezielle Konstellationen. So gibt es beispielsweise im Hause der Thurgauer Schwingerfamilie Burkhalter weiterhin kein gemeinsames Zusammengreifen: Der 108-fache Kranzgewinner Stefan Burkhalter muss zuwarten, während sein Sohn Thomas trainieren darf.

Die partielle Öffnung sorgt für Unverständnis. Der Berner Kilian Wenger sagt stellvertretend für viele Spitzenschwinger: «Der ESV war vor einigen Wochen gegen eine Sonderlösung, sprach von Solidarität unter dem Motto: alle oder keiner. Ich bin froh für jeden Athleten, der trainieren darf – aber wenn, dann müsste man doch auch in diesem Punkt alle gleich behandeln.»

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