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Konkordanz im BundesratSechs Gründe für Optimismus

Chaos, Krankheit, Streit: Die Schweiz steckt augenscheinlich tief in der Krise. Doch gerade diese Woche wurde deutlich, was uns Mut machen darf.

Die Konkordanz funktioniert: Die Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin (von links) verteidigten diese Woche ihren Kollegen Alain Berset.
Die Konkordanz funktioniert: Die Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin (von links) verteidigten diese Woche ihren Kollegen Alain Berset.
Foto: Keystone

Vor fast genau einem Jahr, am 25. Februar 2020, hatte die Schweiz ihren ersten Corona-Fall. Ein 70-jähriger Tessiner hatte das Virus, das uns damals noch als surreales Schrecknis erschien, aus Norditalien importiert. Da war er also, Patient null. «Der Bund stuft die Lage als normal ein», las man am Folgetag in den Zeitungen.

Wie würden wir uns heute, ein Jahr und zwei Corona-Wellen später, über eine solche Schlagzeile freuen. Normalität scheint uns in Pandemie und Lockdown so fern wie das mythische Arkadien den alten Griechen. Zwar hat der Bundesrat diese Woche erste, leichte Lockerungen angekündigt. Doch von Freude ist kaum etwas zu spüren. Die Vorsichtigen fürchten eine dritte Welle, wenn bald wieder Menschen in den Läden verkehren. Umgekehrt herrscht Enttäuschung in der Wirtschaft, weil die Regierung keine weitergehende Öffnung will. Die Kantone dürften vom Bundesrat verlangen, auch die Restaurants wieder öffnen zu lassen. Die Gesundheitskommission des Nationalrats will das gar per Blitzgesetz erzwingen. Manche Kantone ignorieren jetzt schon die geltenden Regeln.

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