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Nach dem Tod von Mike ShivaSeine Empathie trug immer ein Preisschild

Über Tote nichts ausser das Gute: Warum das keine gute Haltung ist – gerade nicht bei einer so populären Figur wie Mike Shiva.

Lächeln für viereinhalb Franken pro Minute: Der selbst ernannte Wahrsager Mike Shiva.
Lächeln für viereinhalb Franken pro Minute: Der selbst ernannte Wahrsager Mike Shiva.
Foto: Keystone

Die Nachrufe zu Mike Shiva, der sich als Wahrsager verstand und anbot, klangen so weich und rund, wie er selber aufgetreten war. Die darin geäusserte Trauer lässt sich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Sie gilt einem Menschen, dessen Ansichten man nicht teilen muss, um seine eigentliche Begabung zu respektieren: eine Empathie mit Hilfesuchenden selbst ohne Bildkontakt. Und damit verbunden eine Hoffnung auch für jene, die vor einer Psychotherapie zurückscheuen würden und eine schnelle Fernbehandlung vorzogen.

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