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Vergessener der Schweizer LiteraturSeiner bürgerlichen Familie war er peinlich

Friedrich Wilhelm Wagner war ein morphinsüchtiger Dichter und verkehrte im Cabaret Pantagruel, dem Vorläufer des Cabaret Voltaire in Zürich. Jetzt ist ein aufregender Gedichtband erschienen.

Karikatur im «Nebelspalter», 41/1915. Darauf soll der Dichter Friedrich Wilhelm Wagner zu sehen sein.
Karikatur im «Nebelspalter», 41/1915. Darauf soll der Dichter Friedrich Wilhelm Wagner zu sehen sein.
Foto: E-Periodica (ETH Bibliothek)

«Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut» – so beginnt das Gedicht «Weltende» des deutschen Expressionisten Jakob van Hoddis. Es ist berühmt, als Zeitsignal einer katastrophischen Stimmung vor dem Ersten Weltkrieg, aber auch das einzige, das überlebt hat, viele kennen wenigstens den Anfang oder auch die Schlusszeile «Die Eisenbahnen fallen von den Brücken».

«Weltende» entstand 1911, und aus derselben Zeit stammt ein in Tonlage, Form und Qualität vergleichbares Gedicht von Friedrich Wilhelm Wagner. Wie «Weltende» beschreibt es in zwei Vierzeilern eine Katastrophe. Es heisst «Ballon» und geht so:

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