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Besuch im Zürcher Pflegeheim für BehinderteSeit einem Jahr darf Ursi ihren Freund nicht mehr küssen

Eigentlich sollten Heime Menschen mit psychischer Behinderung in die Gesellschaft integrieren. In der Pandemie geschieht das Gegenteil.

Ursis Lieblingstiere sind Katzen.
Ursis Lieblingstiere sind Katzen.
Foto: Urs Jaudas

Ein Jahr ist es her, dass Ursi ihren Markus das letzte Mal geküsst hat. Obwohl die beiden seit 42 Jahren ein Paar sind, darf sie ihren Freund nicht mehr berühren. Zu gross ist die Gefahr, dass sich Ursi anstecken und das Virus auf ihre Mitbewohnenden übertragen könnte. Denn: Ursi lebt in einer Wohngemeinschaft in den Wohnheimen im Seefeld in Zürich.

In den drei Häusern des Wohnheims wohnen insgesamt 59 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. In einem wohnen die Jungen, in einem die Alten und in einem diejenigen mit enger Betreuung. Die meisten haben eine kognitive Beeinträchtigung wie Downsyndrom, eine Cerebralparese oder eine Autismusstörung.

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