Zum Hauptinhalt springen

Rohe Beats und poetische LyricsSie bastelt Utopien

Die Toggenburgerin Livia Rita arbeitet an ihrem ersten Album und hat kürzlich eine Single veröffentlicht. Nicht nur die Musik ist radikal – sondern auch ihre Visionen.

«Ich will nicht in kleinen Schritten denken», sagt Livia Rita.
«Ich will nicht in kleinen Schritten denken», sagt Livia Rita.
Foto: PD

Ihre türkis gefärbten Haare flattern im Wind, als Livia Rita mit ihrem Kickboard angefahren kommt. Schön warm sei es hier, sagt sie drinnen, den momentan wohne sie in einem Zimmer in Zürich, das keine Heizung habe und nicht isoliert sei. Nur vier Heizkörper wärmen sie.

Selbst designte Kleidungsstücke

Livia Ritaim Toggenburg geboren, in London zeitgenössische Performance studiertarbeitet gerade an ihrem ersten Album, das im Frühling rauskommt. «Fuga Futura» wird es heissen, und es soll eine radikale Utopie werden, eine Reise, um bereit für die Zukunft zu sein. «Ich will nicht in kleinen Schritten denken», sagt Livia Rita. Je mehr sie sich in eine Vorstellung verliebe, desto grösser sei ihre Leidenschaft dafür.

Für das Video ihrer ersten Single hat Livia Rita selber Kostüme designt.
Für das Video ihrer ersten Single hat Livia Rita selber Kostüme designt.
Foto: PD

Gerade hat Livia Rita ihre erste Single veröffentlicht: «Age of Fatality». Sie haucht poetische Lyrics über rohe Beats. Ein bisschen verstörenddazu trägt auch das Video bei, in dem fantastische Kreaturen mit Perlenketten spielen, sich in einer ausserirdischen Landschaft räkeln, tanzen, kuscheln und sich begehren, alles ganz nah gefilmt. Die Kleidungsstücke hat Livia Rita selbst designt.

Diabolic Raver

Zu jedem Song auf dem Album hat Livia Rita eine Figur gestaltet. Bei «Age of Fatality» ist es der Diabolic Raver, ein Mischwesen aus Mensch und Insekt, das frustriert ist und aktiv wird. «Wie etwa eine Klimastreikerin», sagt Livia Rita. Welche Figuren es sonst noch aufs Album schaffen werden, verrät sie nicht – und verschwindet dann wieder mit ihrem Scooter in der Dunkelheit.