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500 Franken trotz ProfivertragSie kicken wie Profis, erhalten aber nur ein Sackgeld

Fussballerinnen wie die FCZ-Spielerin Rahel Moser sind im Vergleich zu den Männern einer Doppelbelastung ausgesetzt. Eine kantonale Studie entlarvt weitere Mängel in den Strukturen des Frauenfussballs.

Mit 22 Jahren bereits in der Stammformation des FCZ: Rahel Moser.
Mit 22 Jahren bereits in der Stammformation des FCZ: Rahel Moser.
Foto: Sabina Bobst

Rahel Mosers Teminkalender ist voll. An der Universität Zürich studiert sie Vollzeit Medizin. An mindestens vier Abenden in der Woche steht die Stadtzürcherin auf dem Rasen der Trainingsanlage Heerenschürli, am äussersten Rand von Schwamendingen, dazu kommen Ernstkämpfe in der Super League, im Cup, in der Champions League. Moser gilt als talentierte Defensivspielerin, mit 22 Jahren gehört sie bereits zur Stammformation beim Schweizer Serienmeister FC Zürich.

Was in den obersten Männer-Ligen eine Unmöglichkeit wäre, ist im Frauenfussball Normalität: Den ganzen Tag im Vorlesungssaal sitzen und am Abend noch zu einem Spiel in der Uefa Champions League antreten. Geht das überhaupt? «Es muss», sagt Moser. Zum Geldverdienen spiele sie nicht Fussball, sondern weil es ihre grosse Leidenschaft sei. Im Privatleben müsse sie deutlich zurückstecken: «Geburtstagseinladungen muss ich leider grösstenteils ablehnen.» Die vollgepackte Agenda habe aber auch Vorteile: «Ich habe gelernt, die Zeit, die mir zur Verfügung steht, effizient zu nutzen.»

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