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Künstlerin Sandra Knecht im PorträtSie serviert auch eine Trockenwurst aus einem Roadkill-Reh

Sandra Knecht veranstaltet Kochperformances und forscht mit ihrer Kunst zu Heimat, Wurzeln und Identität. Jetzt stellt sie im Kreis 4 aus.

Wurde spät Künstlerin: Die 52-jährige Sandra Knecht neben eigenen Werken in der Galerie Stephan Witschi.
Wurde spät Künstlerin: Die 52-jährige Sandra Knecht neben eigenen Werken in der Galerie Stephan Witschi.
Foto: Anna-Tia Buss

Otto ist tot. Die Lieblingsgeiss von Künstlerin Sandra Knecht, die mit ihren Tieren und ihrer Partnerin im Baselbiet lebt, ist kürzlich verendet. Zu spät erkannter Kieferkrebs, verhungert vor ihren Augen. «Otto konnte nicht mehr essen», sagt Knecht. Jetzt ist er in der Galerie Stefan Witschi im Kreis 4 zu sehen. Klein und weiss steht er im titelgebenden Werk «my land is your land» (2015) ihrer Ausstellung. Knecht ist auch auf dem Foto, sie trägt ein Geweih und einen Mantel aus Ziegenfell.

Auch
Landschaften und weitere Tiere der gebürtigen Zürcherin, darunter der 100 kg schwere, schwarze Ziegenbock Hugo, lassen sich auf grossformatigen Fotos entdecken. Daneben die Künstlerin, verkleidet. Es gibt auch das Super 8-Video «Sirocco» (2014). In diesem vollzieht eine Freundin von Knecht ein Art Beschwörung; dazwischen fluide Geschlechter und Naturaufnahmen aus der Umgebung, wo Knecht lebt.

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