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Schweizer SeefahrerinSie suchte Freiheit und Abenteuer

Die Neuenburgerin Cilette Ofaire (1891–1964) war eine Literatin, die das unbürgerliche Leben liebte. Jetzt liegt ihr romanhafter Reisebericht «Ismé» in einer grossartigen Ausgabe wieder vor.

Selbst ist die Frau: Cilette Ofaire (links) mit einem Gast an Bord, ca. 1935.
Selbst ist die Frau: Cilette Ofaire (links) mit einem Gast an Bord, ca. 1935.
Foto: zvg

Am 2. September 1933 heisst es «Leinen los» in La Rochelle an der französischen Atlantikküste. Die Ismé, ein unter Schweizer Flagge fahrender Segeldampfer, verlässt den Hafen Richtung offenes Meer. Die Besatzung besteht lediglich aus drei Personen: Kapitän, Mechaniker und Heizer.

Wobei: Das Sagen an Bord hat eine 42-jährige Frau namens Cilette Ofaire, die gerade die Trennung von ihrem Mann hinter sich hat. Er war Kapitän und sie der zweite Offizier, als das Künstlerpaar aus dem Kanton Neuenburg, damals noch mit einem anderen Schiff, Europas Flüsse und Kanäle von Hamburg bis zum Mittelmeer befuhr und auf ihrem schwimmenden Heim Ausstellungen ausrichtete. 1932 hatten sie zusammen das Schiff Ismé gekauft, finanziert unter anderem mit Anteilscheinen, die Freunde erwerben konnten.

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