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Neue Studie veröffentlichtSo beeinflusst die Maskenpflicht die Zürcher Shopping-Lust

Die Läden im Kanton befürchteten grosse Umsatzeinbussen, weil ihre Kundinnen und Kunden Masken tragen müssen. Nun wurde der Effekt berechnet.

Es wird auch mit Atemschutzmasken eingekauft: Eine Kundin riecht an einem Parfüm im Zürcher Warenhaus Jelmoli.
Es wird auch mit Atemschutzmasken eingekauft: Eine Kundin riecht an einem Parfüm im Zürcher Warenhaus Jelmoli.
Foto: Ennio Leanza/Keystone

Die besorgten Reaktionen kamen prompt: Kaum hatte der Kanton Zürich Ende August die Maskenpflicht für Läden verhängt, äusserten Vertreter des Detailhandels Befürchtungen. Ihr Szenario: Muss die Maske rauf, gehen Umsätze und Kundenfrequenzen runter.

Eine Studie der NZZ hat nun die Auswirkungen der Maskenpflicht auf den Detailhandel analysiert. Sie kommt zum Schluss: Umsatz- oder Frenquenzeinbussen von 20 bis 30 Prozent, wie sie Branchenvertreter befürchtet hatten, traten nicht ein. Wirtschaftlich scheint sie den Läden nicht besonders zu schaden. Laut den Berechnungen besuchten aufgrund der Maskenpflicht rund 5 Prozent weniger Kundinnen und Kunden Supermärkte und andere Läden. Und auch der Umsatz sei entsprechen um rund 5 Prozent zurückgegangen.

Die Erkenntnisse decken sich auch mit Erfahrungen aus dem Ausland. Bereits Ende August, als die Maskenpflicht angekündigt wurde, berichteten Deutsche Händler, sie hätten kaum Umsatzeinbussen.

Für die Berechnungen wurden Echtzeitdaten des Projekts Monitoring Consumption Switzerland von einem Ökonomen-Team der Universität St. Gallen verwendet. Das Projekt erhebt seit Beginn der Corona-Krise, wie viel die Schweizerinnen und Schweizer in Geschäften mit ihren Bankkarten einkaufen. Um den Effekt der kantonalen Maskenpflicht zu schätzen und wetterbedingte sowie saisonale Schwankungen aufzufangen, wurden für die Studie die Zahlen des Kantons Zürich mit benachbarten Regionen verglichen, die keine Maskenpflicht kennen. Wie sich die Maskenpflicht auf das Online-Shopping-Verhalten ausgewirkt hat, wurde nicht berücksichtigt.

Die Antwort auf die Corona-Skeptiker: Vernissage des Buches «Lockdown» und Diskussion. Akteure und Betroffene erzählen, wie es wirklich war. Mit Marcel Salathé (Epidemiologe), Jana Siroka (Notfallärztin) Pascal Strupler (Direktor BAG) und Simone Rau (Journalistin Tamedia). Dienstag, 22. September, Türöffnung: 19.00 Uhr. Beginn 20.00 Uhr. Kaufleuten, Pelikanplatz, Zürich.

sip

70 Kommentare
    Paul Peter Johannesdotter

    Gehe ohne Maske mit dem ÖV zur Einkaufsbummel, wirklich kein Problem.

    Sollte nun jemanden etwas zu bemerken habe diesbezüglich, (was in der Regel 1x in 20 mal Vorkommt) braucht es nur eine kurze Aufklärung: Medizinische Gründe.

    Im übrigen gilt:

    Gesetzeslage zur Maskenpflicht

    1. Art. 28 ZGB – Persönlichkeitsschutz steht über jeder bundesrätlichen Notverordnung. Bundesgesetze brechen Verordnungen

    2. Die Verordnung sagt nichts darüber aus, wem gegenüber irgendwelche „Nachweispflichten“ bestehen sollen und wer zur Einforderung eines solchen Nachweises berechtigt sein soll (Zugpersonal wohlweislich nicht aufgeführt, weil nicht vereinbar mit dem Personenbeförderungsgesetz).

    3. Die Verordnung sagt nichts darüber aus, woraus solche „Nachweispflichten" bestehen sollen. Also genügt der Ausdruck dieses Rechtsgutachtens rechtsstaatlich eindeutig als Nachweis besonderer Gründe

    4. Das Personal im Zug oder Laden hat keinerlei Rechtsgrundlage, nach Nachweisen zu fragen. Tut es dies trotzdem, macht es sich der Missachtung von Art. 28 ZGB schuldig. Da die bundesrätliche Verordnung diesen Artikel missachtet, ist sie ungültig, nichtig und unbeachtlich. Dieses Personal einschliesslich Sicherheitsfunktionäre hat auch keinerlei gültige Rechtsgrundlage, zum Verlassen des Verkehrsmittels aufzufordern, solange ein Billet vorhanden ist (Personenbeförderungsgesetz), kann zivil- und strafrechtlich belangt werden und muss seine Personalien angeben.