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Berghotel Relais d’ArpetteSo schön ist Klein Kanada im Wallis

Bernd Rosenthal hat grosse Pläne mit dem einsam gelegenen Relais d’Arpette. Aber Corona zwingt auch den frischgebackenen Hotelier zur Geduld.

Das Relais d’Arpette duckt sich in eine beinahe unwirklich schöne Landschaft.
Das Relais d’Arpette duckt sich in eine beinahe unwirklich schöne Landschaft.
Foto: Andrea Soltermann

Im Auto zwischen Martigny und Champex-Lac in der Unterwalliser Gemeinde Orsières klingelt das Handy fast pausenlos. «Klar, Sandro, erledige ich», sagt Bernd Rosenthal. Der junge Koch hatte seinen Chef gebeten, beim Metzger ein paar Pfund Knochen zu holen – als Kraftspender für die Bratensauce. Das nächste Gespräch: Rosenthal erklärt in einem erstaunlich akzentfreien Französisch, wie die besorgte Anruferin am kommenden Tag zum Relais d’Arpette gelangt. «Wenn Sie bei der Talstation des Sesselliftes angekommen sind, holen wir Sie ab.»

Der 55-Jährige ist gerade Bote, Gästebetreuer und Chauffeur in Personalunion. Und der Einzige in der Crew, der den hauseigenen Ratrac zwischen Parkplatz und Berghotel fahren darf – ein raupenbewehrtes, 20 Jahre altes Ungetüm mit Kabine für Passagiere und Gepäck. Im Winter bleibt sonst nur die Alternative, mit Tourenski zum Relais d’Arpette hochzusteigen oder von der Skipiste abzuzweigen, um zum Berghotel zu gelangen.

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