Zum Hauptinhalt springen

António Horta-Osório im Porträt So tickt der künftige CS-Präsident

Der neue starke Mann an der CS-Spitze hat ein Burn-out überwunden und sich bei 75’000 Mitarbeitern für einen Skandal entschuldigt – nun soll er die zweitgrösste Schweizer Bank nach vorne bringen.

Er soll im April von den CS-Aktionären zum Präsidenten gewählt werden: António Horta-Osório.
Er soll im April von den CS-Aktionären zum Präsidenten gewählt werden: António Horta-Osório.
Foto: Getty Images

Persönliche Schwächen zeigen, das gehört nicht zum Standardrepertoire eines Topbankers. Den Spitzenkräften der Branche haftet noch immer das Image des mit allen Wassern gewaschenen Deal-Makers an. Der designierte CS-Präsident António Horta-Osório steht hingegen zu seiner persönlichen Krise. 2011 stand der Portugiese als Chef der britischen Lloyds unter extremem Druck. Die Bank war in Schieflage geraten, musste vom Staat gerettet werden und ein hartes Sparprogramm durchziehen.

Das setzte Horta-Osório zu. Er habe so stark unter dem Stress gelitten, dass er nicht mehr schlafen konnte. Der BBC sagte er kürzlich: «Der mangelnde Schlaf führte nach und nach zur Erschöpfung und dann dazu, dass ich überhaupt nicht mehr schlief, was eine Form der Folter war, also musste ich mich damit befassen, und das habe ich getan.» Er hat sich damals eine Auszeit von acht Wochen genommen und sich in einer Klinik behandeln lassen, um danach wieder zur Bank zurückzukehren. Seither setzt er sich für Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit der Mitarbeiter ein.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.