Höher, dicker, schneller

Warum Katzen besser sehen als Menschen, wie der Geruchssinn des Hundes funktioniert und wie viel für Tierfutter ausgegeben wird. Zahlen und Fakten aus der Welt der Haustiere.

Hunde riechen räumlich – Katzen sehen bei völliger Dunkelheit so schwarz wie Menschen. <nobr>Foto: Snapwire (Pexels)</nobr>

Hunde riechen räumlich – Katzen sehen bei völliger Dunkelheit so schwarz wie Menschen. Foto: Snapwire (Pexels)

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Hunde

Der Geruchssinn eines Hunds ist 10'000 bis 100'000 Mal stärker als jener des Menschen. Ein Schäferhund etwa verfügt über 220 Millionen Riechzellen, während ein Mensch gerade mal auf fünf Millionen kommt. Das Riechhirn macht zehn Prozent eines Hundehirns, aber nur ein Prozent eines Menschenhirns aus. Und die Hundenase kann rechts und links differenzieren – daher riechen Hunde räumlich. Wenn wir glauben, dass Hunde unsere Stimmungen erkennen, hat das mit ihrem Geruchssinn zu tun: Sie riechen Angstschweiss und viele andere Körperausdünstungen.

Im Durchschnitt kostet ein Hund in der Schweiz seine Besitzer 1500 bis 2000 Franken pro Jahr.

Erwachsene Hunde bewegen sich auf dem intellektuellen Niveau eines etwa zweijährigen Kindes. Sie können bis zu 250 Wörter und Gesten verstehen und bis auf fünf zählen. Als klügste Hunderasse gilt der Border Collie.

Den Rekord des grössten Hundewurfs teilen sich zwei Hündinnen: Sie brachten je 23 Welpen aufs Mal zur Welt.

Auf einer Liste der «berühmtesten Hunde der Geschichte», welche die deutsche «Wirtschaftswoche» publizierte, liegt der amerikanische Filmhund Lassie auf Platz eins – vor Barry, der es nur auf Platz sechs schaffte.

In der Schweiz kommt es gemäss Hochrechnungen jährlich zu rund 9500 behandlungsbedürftigen Verletzungen durch Hundebisse. Eine gesamtschweizerische Statistik existiert nicht, kantonale Erhebungen lassen aber eine steigende Tendenz vermuten.

Die deutsche Dogge Zeus gilt als bislang grösster Hund – mit einer Schulterhöhe von 112 Zentimetern. Der kleinste Hund ist ein Zwerg-Yorkshire-Terrier mit einer Schulterhöhe von 8,1 Zentimetern.

Weltweit werden jährlich rund 70 Milliarden Franken für Katzen- und Hundenahrung ausgegeben – Tendenz steigend.

Auf der Erde leben gemäss Schätzungen rund 500 Millionen Hunde; drei Viertel davon sind Streuner, Rassehunde machen nur ein Zehntel aus. In der Schweiz sind rund 500'000 Hunde registriert. Die beliebteste Hunderasse in der Schweiz ist der Labrador, gefolgt vom Chihuahua und dem Yorkshire Terrier. Am häufigsten sind aber auch bei uns die Mischlinge.

Der schwerste Hund war ein Mastiff-Rüde: Er wog 155 Kilogramm. Der bisher schwerste Hauskater war der stark adipöse Himmy aus Australien mit 21,2 Kilo.

Die schnellste Hunderasse der Welt ist der Windhund: Er kann eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen und ist nach dem Gepard das schnellste Tier auf unserem Planeten.


Hunde

Beim grössten Kätzchen-Wurf wurden 19 Tiere geboren.

Die am lautesten schnurrende Katze ist der Kater Merlin aus dem englischen Torquay. Mit 67,8 Dezibel ist sein Schnurren fast so laut wie ein Rsenmäher.

Eine Katze hat 32 Muskeln, mit denen sie die Öhrchen bewegen kann – Menschen haben nur sechs.

Katzen sehen ausgezeichnet, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Im Verhältnis zum Menschen benötigen sie gerade einmal ein Sechstel der Lichtmenge, um sich ein Bild machen zu können. Möglich macht dies die hohe Dichte an Stäbchen auf der Netzhaut und eine Reflexionsschicht im Augenhintergrund: Das Tapetum lucidum reflektiert das durch die Photopigmentmoleküle in den Stäbchen und Zapfen nicht absorbierte Licht und strahlt es nochmals auf die Sinneszellen. Darum scheinen Katzenaugen im Dunkeln auch zu leuchten. Bei völliger Dunkelheit sehen aber auch Katzen nur schwarz.

Katzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag – sie verpennen also zwei Drittel ihres Lebens. Den Rest verbringen sie vorwiegend mit Körperpflege.

Creme Puff aus Texas war die bisher älteste Katze. Sie verstarb 2005 im Alter von 38 Jahren und 3 Tagen. Im Haus lebende Katzen werden bei guter Pflege locker 15 bis 20 Jahre alt; die Lebenserwartung von freilaufenden Tieren ohne menschliche Zuwendung und medizinische Betreuung liegt hingegen bei nur rund drei Jahren.

Im Gegensatz zu den rund 350 Hunderassen gibt es weltweit nur etwa 40 Katzenrassen.

Katzen können das Sechsfache ihrer Körperhöhe überspringen. Das gelingt ihnen, weil sie starke Beine und Rückenmuskeln haben – sowie ein extrem flexibles Rückgrat. Während Menschen nur 34 Rückenwirbel aufweisen, haben Katzen deren 53.

Die Zahl der weltweit lebenden Katzen ist schwierig abzuschätzen. Es gibt etwa 200 Millionen Hauskatzen, die bei Menschen leben. Die Gesamtzahl der Katzen, inklusive der verwilderten, wird auf eine Milliarde geschätzt. Die Verteilung der Tiere ist sehr ungleichmässig: In den katzenverrückten USA kommt ein Tier auf vier Personen, in Indien eines auf 500. Auch in der Schweiz, wo rund 1,5 Millionen Katzen registriert sind, gibt es grosse Unterschiede bei der Dichte. In der Waadt entfallen fünfzig Katzen auf tausend Einwohnerinnen und Einwohner, in Appenzell Innerrhoden gerade einmal sechs. Man schätzt, dass hierzulande 300'000 herrenlose Katzen leben.

Haustiere – Die Übersicht

Editorial: Alles für die Katz
Welches Tier passt zu mir?
Hilfe für ausgesetzte Hunde und Katzen
Höher, dicker, schneller – Zahlen und Fakten
Wie der Mensch auf den Hund kam
Die Katze beeinflusst den Menschen
Chic und praktisch – Accessoires für Vierbeiner
Tierarzt Marco Minder im grossen Interview
Was wir von Tieren lernen können


Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe. Jetzt alle Artikel im E-Paper der SonntagsZeitung lesen: App für iOSApp für AndroidWeb-App

Erstellt: 13.09.2019, 10:19 Uhr

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