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Darf man lebensrettende Medikamente für Kleinkinder verlosen?

Ja, man darf, findet Armin Müller. Die heftige Kritik am Pharmakonzern Novartis zielt am Problem vorbei.

Extrem teuer und sehr rar: Das Medikament Zolgensma von Novartis-Tochter Avexis. Foto: PD
Extrem teuer und sehr rar: Das Medikament Zolgensma von Novartis-Tochter Avexis. Foto: PD

«Glücksspiel mit kranken Kindern», «Gipfel des Zynismus» – der Basler Pharmakonzern Novartis erntet vernichtende Kritik, weil er 100 Behandlungen mit Zolgensma an Kleinkinder verlosen will, die an der tödlich verlaufenden spinalen Muskelatrophie leiden.

Zolgensma ist bisher nur in den USA zugelassen und kann nur in beschränkter Menge hergestellt werden. Um dennoch Patienten in anderen Ländern schnell helfen zu können, hat Novartis gemeinsam mit einem Ethikrat ein Losverfahren für eine Gratisabgabe ausgearbeitet. Man dürfe so etwas nicht dem Zufall überlassen, Novartis umgehe die nationalen Zulassungsbehörden und das Ganze sei nur ein Marketingtrick, protestieren die Kritiker.

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